An der Gemeindeversammlung in Sisikon wird über eine vertieftere Zusammenarbeit mit Flüelen diskutiert

Wird die Gemeinde Sisikon mit Flüelen in Zukunft vertiefter zusammenarbeiten? Der Gemeinderat sucht an der Gemeindeversammlung das Gespräch mit der Bevölkerung.

Nino Gisler
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Wie geht es weiter in Sisikon? Nach wie vor sind drei vakante Stellen im Gemeinderat zu besetzen. Auch aus finanzieller Sicht hatte die Gemeinde in den vergangenen Jahren Mühe, sie schrieb rote Zahlen. «Aktuell führen wir Gespräche mit Flüelen über eine Ausweitung der Zusammenarbeit, doch für das weitere Vorgehen wollen wir Stimmen aus der Bevölkerung einfangen», sagt Ursula Habegger, Gemeindeschreiberin von Sisikon auf Anfrage. Der Austausch mit den Einwohnerinnen und Einwohnern erfolgt an der Gemeindeversammlung vom 7. Dezember.

Neben dem Austausch mit der Bevölkerung über die Reorganisation der Gemeinde Sisikon bildet das Dauerthema Axenstrasse ein weiteres Traktandum an der Versammlung. Kantonsingenieur Marcel Achermann, sein Stellvertreter Peter Vorwerk sowie Stefan Gielchen, Gesamtprojektleiter des Projekts «A4 – Neue Axenstrasse», informieren über den aktuellen Stand.

Dauerthema in Sisikon: Die Axenstrasse.

Dauerthema in Sisikon: Die Axenstrasse.

Bild: Astra

Auf der Traktandenliste steht zudem die Genehmigung des Budgets für das kommende Jahr. Die Gemeinde rechnet bei einem Aufwand von 1'737'500 Franken und einem Ertrag von 1'596'400 Franken mit einem Verlust von 141'100 Franken. Das prognostizierte Defizit werde verursacht durch höhere Beiträge an die Restfinanzierung der Pflegeheime sowie wirtschaftliche Hilfe. Ebenfalls sei weniger Ertrag aus dem Finanz- und Lastenausgleich zu erwarten. Der Steuerfuss soll aber weiterhin 120 Prozent betragen, der Kapitalsteuersatz bleibt unverändert bei 2,4 Promille. «Infolge der Coronapandemie war es dieses Jahr besonders schwierig, realistisch zu budgetieren», so Ursula Habegger. Gerade bei den Steuererträgen sei im Budget eher optimistisch gerechnet worden.

Verlust ist tiefer als erwartet

Da die Gemeindeversammlung vom Juni aufgrund der anhaltenden Pandemie nicht durchgeführt werden konnte, wird dem Souverän nebst dem Budget 2021 auch noch die Rechnung 2019 vorgelegt. Letztere schliesst bei einem Aufwand von 1'696'152 Franken und einem Ertrag von 1'661'910 Franken mit einem Verlust von 34'242 Franken ab. Das Budget 2019 rechnete noch mit einem Verlust von 258'300 Franken. Somit konnte eine Besserstellung gegenüber dem Budget von 224'058 Franken erzielt werden. Hauptverantwortlich dafür sind Mehrerträge bei den Steuern von natürlichen wie juristischen Personen sowie Minderaufwände bei der wirtschaftlichen Sozialhilfe. Das Eigenkapital weist per Ende 2019 einen Saldo von 231'113 Franken auf. Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt per Ende 2019 97,9 Prozent und liegt damit unter dem Mittel der vergangenen sechs Jahre. Die Nettoverschuldung pro Kopf beträgt 1399 Franken.

Des Weiteren sind an der Versammlung offene Wahlen für den Schulrat, die Rechnungsprüfungs- und die Wasserkommission vorgesehen. Daneben ist die Wahl des Gemeindeweibels und der Abstimmungsbeamten traktandiert. Zudem wird die Schlussabrechnung des Kredites zu den Schutzbauten Obere Bitzimatt in Höhe von 29'000 Franken präsentiert und zur Genehmigung vorgelegt. Gekostet haben die Schutzmassnahmen 37'700 Franken. Dank Beiträgen von Bund, Kanton und des Vereins Weg der Schweiz von insgesamt 32'000 Franken bleiben für die Gemeinde Sisikon noch Restkosten von 5700 Franken übrig. Auch über eine Tarifanpassung der Wasserversorgung haben die Sisiger zu befinden. So soll in Zukunft pro Gebäude eine zusätzliche Pauschale für das Bauwasser bezahlt werden.

Die Gemeindeversammlung findet am 7. Dezember um 20 Uhr in der Mehrzweckhalle beim Schulhaus in Sisikon statt. Die Unterlagen können auf der Website der Gemeinde Sisikon eingesehen und heruntergeladen werden. Die Durchführung der Gemeindeversammlung erfolgt unter Einhaltung der Distanz- und Hygieneregeln gemäss Schutzkonzept. Es gilt eine Maskenpflicht.