An der Kilbi gibts das Bergdorf in Bildern

Für die diesjährige Kilbi-Ausstellung hat man sich in Isenthal etwas Besonderes einfallen lassen: Das Isental wurde ein ganzes Jahr lang fotografiert.

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Margrith Arnold (links) und Pia Herger von der Kulturkommission bei den letzten Vorbereitungen für die Ausstellung. (Bild: Florian Arnold)

Margrith Arnold (links) und Pia Herger von der Kulturkommission bei den letzten Vorbereitungen für die Ausstellung. (Bild: Florian Arnold)

Flohmarkt, Rosen- und Büchsenschiessen. Aus den Restaurants ertönt Ländlermusik. Die Leute tanzen. Eine Kilbi, wie man sie sich in einem Bergdorf vorstellt. Doch in Isenthal kommen die Kilbibesucher nicht in erster Linie wegen der Ländlermusik. Jedes Jahr organisiert die örtliche Kulturkommission eine Ausstellung, die jeweils Hunderte von Besuchern anlockt – so auch dieses Wochenende.

Von Stiftung ausgezeichnet
Vor 20 Jahren war die Isenthaler Kilbi fast am Aussterben. Dann wurde die Kulturkommission Isenthal und mit ihr die jährliche Ausstellung ins Leben gerufen. Für ihr Wirken wurde die Kommission im vergangenen Jahr mit dem Anerkennungspreis der Albert-Koechlin-Stiftung ausgezeichnet. Mit dem Preisgeld wurde die diesjährige Ausstellung unter dem Titel «Tal und Mensch im Jahreskreis» realisiert. Sie stellt ein Jahr im Isental vor. Jedem Monat sind zwei Plakate gewidmet. Blickfang ist jeweils eine Fotografie, die immer am ersten Tag des Monats zum selben Zeitpunkt vom gleichen Aussichtspunkt aus aufgenommen wurde. Fotograf René Gasser hat sogar Sommer und Winterzeit unterschieden.

Im Januar. (Bild: René Gasser)
12 Bilder
Im Februar. (Bild: René Gasser)
Im März. (Bild: René Gasser)
Im April. (Bild: René Gasser)
Im Mai. (Bild: René Gasser)
Im Juni. (Bild: René Gasser)
Im August. (Bild: René Gasser)
Im Juli. (Bild: René Gasser)
Im September. (Bild: René Gasser)
Im Oktober. (Bild: René Gasser)
Im November. (Bild: René Gasser)
Im Dezember. (Bild: René Gasser)

Im Januar. (Bild: René Gasser)


Eindrücklich, wie drastisch sich die Landschaft während nur einem Monat verändert. Die herbstlichen Farben im November weichen dem Weiss des Schnees im Dezember. Und aus den kahlen Baumstrünken im April werden im Mai blühende Wälder.

Die Bilder werden von Texten zu den Themen Natur, Erwerb, Generationen, Tradition und Gemeinschaft sowie Aktuelles begleitet. Josef Schuler, Mitglied der Kulturkomission, erklärt: «Wir wollten neben dem Wandel der Natur auch zeigen, wie sich das Berggebiet verändert.» So wird etwa eine Familie porträtiert, die nicht mehr alleine von der Landwirtschaft leben kann. Auffällig sind aber auch die vielen dokumentierten Feste, die das Dorf im Laufe eines Jahres feiert. Dazu zählt nebst diversen kirchlichen Festen, wie etwa dem Weissen Sonntag, auch die Fasnacht.

Die Ausstellung gibt einen aufschlussreichen Einblick in die Strukturen des Isentals. «Diese Strukturen sind wichtig, damit das Dorf weiterlebt», so Josef Schuler.

Florian Arnold