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«Stubetä» bietet Alt und Jung eine Bühne

Am Stefanstag haben 54 Musikantinnen und Musikanten in 35 Formationen anlässlich der 33. Schächätaler Ländlerstubetä im Hotel Alpina in Unterschächen musiziert.

Franz Imholz
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Ein Teil der musikalischen Familie Müller Livio und Leonas mit Vater Felix Müller.

Ein Teil der musikalischen Familie Müller Livio und Leonas mit Vater Felix Müller.

Franz Imholz, Urner Zeitung

Am Stefanstag, 26. Dezember, gaben sich Volksmusikanten anlässlich der Schächentaler «Stubetä» in Unterschächen ein Stelldichein. Die Formationen wurden von Moderator Marcel Herger vorgestellt. Zusammen mit dem Echo vom Rüchä (Franz Gisler, Patrick Herger und Markus Arnold am Bass) sorgte er für ein abwechslungsreiches Musikprogramm.

Neben bekannten Formationen wie Echo vom Rüchä, Ländlertrio Ürnergrüäss, Echo vom Gaitäberg, Stickiger und Milegger, Ländlertrio Peter Fassbind und Schwanderpfuis aus Obwalden musizierten auch einzelne Musikantinnen und Musikanten in «Stubetä»-Formationen. Es spielten von der achtjährigen Schülerin bis zum über 80-jährigen Rentner alle Altersgruppen, viele davon in echten «Stubetä»-Formationen.

Zithernklänge, Klarinette, Trompete und Geige

Moderator Marcel Herger konnte 54 Musikanten in 35 Formationen auf die Bühne bitten. Die hauptsächlich chromatischen und diatonischen Orgeln wurden meistens von einem Kontrabass begleitet. Mehrere Jungformationen aus dem Schächental und Umgebung nutzten die Gelegenheit, vor einem grösseren Publikum aufzuspielen. Die mit viel Herzblut und Perfektion vorgetragenen Tänze wurden vom Publikum mit Applaus verdankt.

Pia und Hanspeter Kempf aus dem zugerischen Baar (mit Urner Abstammung) belohnten das Publikum mit einem Auftritt mit ihren Akkord- oder Tischzithern. Diese Akkordzither hat rechts die Melodiesaiten und links die Begleitsaiten mit fünf bis zwölf Akkorden. Das Instrument bezaubert durch seinen vollen, weichen und lieblichen Klang.

Patschners 2.0, die Geschwisterkapelle mit Livio, Eliana, Christina und Loenas Müller führen das Musizieren ihrer Eltern und Grosseltern weiter – mit Schwyzerörgeli, Geige, Kontrabass und Chlefeli. Adrian Muheim aus Greppen spielte mit seinem bekannten Lehrmeister Wendel Iten lüpfige Tänze auf. Die Familienkapelle Schwanderpfuis aus Obwalden mit Trompete, Schwyzerörgeli und Kontrabass gab der «Stubetä» einen speziellen Klang.

Der Initiant der «Schächätaler-Stubetä» (vor 33 Jahren noch Spirgner «Stubetä» genannt) Peter Gisler «Stiniger Peter» am Schwyzerörgeli spielte mit seinem Sohn Fernando (Posaune)und Sepp Wipf (Klarinette). Diese Instrumentenzusammensetzung hört man in der Volksmusik im Urnerland nicht häufig.

Vor allem am Abend nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, auf der Tanzfläche ihre Runden zu drehen. Dazu gehörten auch «Beedälär»- und Chlefeler-Einlagen. Die Beliebtheit der «Schächätaler Ländler-Stubetä» beweist die Tatsache, dass der Alpinasaal schon zu Beginn der «Stubetä» um 14 Uhr sehr gut besetzt war. Beim Finale am Abend spielten 20 Musikantinnen und Musikanten gemeinsam. Am Stefanstag 2020 wird das Landlertrio Fredy und Beat als Stammformation an der 34. «Schächätaler Ländler-Stubetä» mitwirken.