An die Grenzen
Diese Seelisbergerin hat die höchste Trekkingroute der Welt bezwungen

Maria-Theresia Zwyssig hat es als eine von wenigen geschafft, den Great Himalaya Trail in Nepal in einer Saison zu schaffen. Mit eindrücklichen Reisebildern erzählt sie von ihren Erfahrungen, Ängsten und Erlebnissen.

Christoph Näpflin
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Hier parkiert die Frau im japanischen Kyoto.

Hier parkiert die Frau im japanischen Kyoto.

Bild: PD

Vor acht Jahren ist die in Seelisberg aufgewachsene Maria-Theresia Zwyssig allein mit dem Velo auf der Seidenstrasse von der Schweiz bis nach Nepal gefahren. Vor drei Jahren packte die Reiselust erneut zu, weswegen sie wiederum allein mit dem Velo nach Nepal aufbrach, um die höchstgelegene und schwierigste Trekkingroute der Welt, den Great Himalaya Trail, anzutreten. Lediglich 50 Menschen haben diesen Trail in einer Saison geschafft. Das wollte Zwyssig auch – und meisterte die Route innert fünf Monaten. Am kommenden Freitag, 29. Oktober, nimmt sie alle mit auf ihre Reise und erzählt hautnah mit vielen Bildern in der Turnhalle Seelisberg über ihre Erlebnisse.

Doch zurück zum Anfang. Im Juli 2017 fasst Maria-Theresia Zwyssig den Entschluss, den Great Himalaya Trail zu machen. Sogleich ging es mit den Vorbereitungen los, am 3. August folgte das Wiedersehen von den Liebsten.

Dieses Foto knipst Marie-Theresia Zwyssig am 6193 Meter hohen Sherpani-Pass.

Dieses Foto knipst Marie-Theresia Zwyssig am 6193 Meter hohen Sherpani-Pass.

Bild: PD
«Das Loslassen, das Aufbrechen und das Unwissen, was der nächste Tag bringt, sind am schwersten»,

erinnert sich die Weltenreisende. Alles Gepäck für das Abenteuer muss auf dem Velo Platz finden. Dazu kommt der Wille, die nötige Kraft und Energie und vor allem die Gesundheit, diese Herausforderung zu packen. Nach einem Jahr und 15'000 Kilometern sowie 20 Ländern auf dem Velo erreichte sie Nepal. «Für mich war es sehr wichtig, Nepal aus eigener Muskelkraft zu erreichen. Auf diese Weise wollte ich mir es verdienen, den Great Himalaya Trail zu machen und so meinen Traum zu erfüllen», erklärt Maria-Theresia Zwyssig.

Die Angst ist ein steter Begleiter

Allein unterwegs zu sein durch die unterschiedlichsten Länder setzt eine gute Vorbereitung und den nötigen Respekt voraus. «Die Angst ist ein Begleiter. Sie darf kommen, muss aber auch wieder gehen. Die Angst ist wie ein Warnblinker und ich habe gelernt, sie richtig einzusetzen», erzählt Zwyssig aus ihren Erfahrungen während der Reise. Die Erfahrungen während der ganzen Zeit zeigen, dass es immer Lösungen gibt und überall auch Menschen, welche einem gut gesinnt sind und weiterhelfen. Dazu ist auch eine rechte Portion Selbstvertrauen nötig.

Übernachten im Zelt im Nirgendwo auf dem Great Himalaya Trail.

Übernachten im Zelt im Nirgendwo auf dem Great Himalaya Trail.

Bild: PD

Trotz allem, die Reise hat Maria-Theresia verändert. «Der Kontakt mit meinen lieben Menschen zu Hause, welche an mich denken und mich unterstützen, ist ein weiterer wichtiger Teil, ein solches Abenteuer bestehen zu können.» Am Freitagabend erzählt Maria-Theresia Zwyssig von den Höhen und Tiefen dieser Reise und lässt die Besucher am Abenteuer teilhaben. «Es ist eine Bereicherung, mit anderen Menschen die Erlebnisse zu teilen und auch andere begeistern zu dürfen.»

Am Freitag um 19.30 Uhr referiert Maria-Theresia Zwyssig in der Turnhalle in Seelisberg über ihre Erlebnisse. Der Eintritt ist gratis, eine Türkollekte ist für die Referentin vorgesehen, es gilt die 3G-Regel.

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