ANDERMATT: 100-jährige Gedenkstätte für 6000 Gefallene

Am Mittwoch vor 11 Uhr in der Schöllenen: Cars und teure Autos, darunter ein Ferrari, stehen am Strassenrand. Russische Militärs mit imposanten Hüten und Auszeichnungen auf der Uniform stolzieren nahe der Teufelsbrücke.

Drucken
Teilen
Viel Vierfrucht: Szene von der Gedenkfeier. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Viel Vierfrucht: Szene von der Gedenkfeier. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Auch Divisionäre und Oberste der Schweizer Armee sind da. Dazwischen junge russische Kadetten sowie adrett gekleidete Herren in Begleitung von Damen in Miniröcken und mit Lederhandschuhen.

Russen wollten helfen
Mehr als hundert Militärs und Zivilisten versammeln sich vor dem Suworow-Denkmal in der Schöllenen. Das Denkmal erinnert an die rund 6000 gefallenen russischen Soldaten, die unter Feldmarschall Alexander Suworow gegen die Franzosen in die Schlacht zogen und so den Eidgenossen helfen wollten. Am 25. September 1799 kämpften sie in der Schöllenen erfolgreich gegen die französische Armee. Doch aus dem russischen Siegeszug wurde schliesslich eine Flucht über verschneite Alpenpässe. Jährlich gedenkt man in Andermatt der gefallenen Russen.

Punkt 11 Uhr beginnen die Kadetten der Moskauer Suworow-Militärschule zu musizieren. Viele Russen, die in der Schweiz leben, legen Blumen am Denkmal nieder. «Soldatenehrungen sind für Russen wichtig», weiss der Andermatter Russenkenner Ferdi Muheim. Gleichzeitig feiert das Denkmal heuer sein 100-jähriges Bestehen. Muheim: «Ich hoffe, dass die jährliche Gedenkfeier auch künftig ihre Bedeutung behält.»

Elias Bricker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Urner Zeitung.