ANDERMATT: Artillerie-Kanone stoppt Windrad

Die Korporation Ursern baut jetzt nur zwei statt drei weitere Windräder. Aufgrund militärischer Aktivitäten ist der Bau eines dritten Windrades nicht möglich.

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Das Windrad auf dem Gütsch ob Andermatt. (Archivbild Adrian Staehli/Neue LZ)

Das Windrad auf dem Gütsch ob Andermatt. (Archivbild Adrian Staehli/Neue LZ)

Ende August oder Anfang September sollen sie sich drehen: Das Elektrizitätswerk Ursern baut auf dem Gütsch ob Andermatt für schätzungsweise 3,5 Millionen Franken zwei weitere Windräder. Bereits seit 2002 steht auf dem Bergrücken auf 2300 Metern über Meer eine Windanlage.

Eigentlich wollte das EW Ursern auf einem Grundstück der Armee noch ein weiteres Windrad bauen. Doch dies ist zumindest vorerst nicht möglich. Die offizielle Begründung heisst: «Militärische Aktivitäten.» Recherchen unserer Zeitung ergaben, dass die nicht bewilligte Anlage mitten in der Schusslinie einer Artillerie-Kanone gestanden wäre. Das Gebiet Gütsch ist bekannt für seine militärischen Anlagen. Seit über 110 Jahren ist die Armee am Berg aktiv. Mit dem Tourismusresort von Samih Sawiris und dem Ausbau der Bergbahnen wird der Strombedarf im Urserntal stark zunehmen.

Elias Bricker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der «Zentralschweiz am Sonntag».