ANDERMATT: Auch Sawiris-Resort ist von der Krise betroffen

Das Tourismusresort des ägyptischen Investors Samih Sawiris wird als die Zukunftshoffnung für das Urserntal gehandelt. Doch auch hier kriselts.

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Samih Sawiris – für einmal nachdenklich. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Samih Sawiris – für einmal nachdenklich. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Das 1-Milliarden-Projekt – 710 Wohnungen, 6 Luxushotels und ein Golfplatz auf einem Gebiet der Grösse von 200 Fussballfeldern – soll zwar nicht redimensioniert werden, man wolle zunächst jedoch mit der Errichtung erst von 2 bis 3 Hotels beginnen, wie die Online-Ausgabe der «Neue Zürcher Zeitung» in Anlehnung an einen Artikel auf der Wirtschaftsnews-Website Bloomberg.ch berichtet. «Man muss realistisch sein», sagte Sawiris zu Bloomberg. «Die Verkäufe werden im Jahre 2009 unvermeidlich zurückgehen.»

Zahlung nach Vertragsabschluss
Inzwischen hat Sawiris' Immobilienfirme als Reaktion auf die Rezession auch bereits den Bau von Luxushotels und -resorts in Oman, Ägypten und Montenegro stark gebremst. Als Pluspunkt für Andermatt führt Sawiris an, dass sein «Neu-Andermatt» im Gegensatz dazu nicht auf Fremdkapital angewiesen sei. Die Finanzierung dieses Resorts sei nach wie vor gesichert, da die Käufer jeweils nach Vertragsabschluss eine Anzahlung von einem Viertel des Verkaufspreises zu leisten hätten.

Er sei über die Jahre vorsichtig geworden, sagt Sawiris gegenüber Bloomberg: «Ich bin kein Abenteurer. Obwohl ich weiss, dass einige meiner Projekte in den Augen von vielen Leuten abenteuerlich anmuten.» Und relativiert: «Wenn man die Businesspläne und unserere Strategie anschaut und wir die Sachen angehen, wird man erkennen, dass Risiken, die wir eingehen, ziemlich akzeptabel sind.»

scd