Andermatt
Bautätigkeit in Andermatt ist weiterhin umweltverträglich

Die Umweltauflagen werden korrekt umgesetzt, wie Kontrollen zeigen.

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Die Bautätigkeit in Andermatt ist weiterhin umweltverträglich.

Die Bautätigkeit in Andermatt ist weiterhin umweltverträglich.

Bild: Valentin Luthiger/PD

(zgc) Im Auftrag der Andermatt Swiss Alps AG betreut Beat Hodel von der Firma Basler und Hofmann seit Baubeginn vor zwölf Jahren die Umweltbaubegleitung für Andermatt Reuss. Diese erfolgt nach einem vom Amt für Umweltschutz des Kantons Uri genehmigten Pflichtenheft. Laut einer Medienmitteilung wurden hierzu im vergangenen Jahr sechs Begehungen vor Ort durchgeführt. Die jährliche Berichterstattung umfasst neben den Umweltauswirkungen und Massnahmen von Bautätigkeiten auch die ökologischen Leistungen beim Betrieb des Golfplatzes.

Zum Schutz vor Immissionen wurde der technische Stand der eingesetzten dieselbetriebenen Maschinen und Fahrzeuge kontrolliert, welche bei einer Leistung grösser als 18 Kilowatt mit geprüften Partikelfiltersystemen ausgerüstet sein müssen. Kontinuierlich gemessen werden die Stickstoffdioxidimmissionen, auch wenn kein Bezug zu den Bautätigkeiten in Andermatt festgestellt werden kann. Der Lockdown im letzten Frühling hat sich positiv auf die Luftqualität ausgewirkt; seit Beginn der Messungen wurden die tiefsten Stickoxidwerte gemessen.

In Bezug auf den Gewässerschutz ist es wichtig, dass keine basischen Abwässer von den Baustellen in Oberflächengewässer gelangen. Dies wurde 2020 mittels Neutralisation in geschlossenen Systemen gewährleistet. Es wurde somit kein Baustellenabwasser in die Reuss oder in den Dürstelenbach eingeleitet.

Golfplatz hat eine Zertifizierung für die ökologischen Leistungen erhalten – als einer der ersten schweizweit

Im letzten September hat der Andermatt Swiss Alps Golf Course als einer der ersten Schweizer Golfplätze die GEO-Zertifizierung erhalten. Für die weltweit anerkannte Zertifizierung berücksichtigt die Golf Environmental Organization (GEO) ökologische und wirtschaftliche Aspekte: einerseits das gesamte Ökosystem mit der Tier- und Pflanzenwelt, andererseits die Betriebsführung und Bewirtschaftung des Platzes.

Die Schweizerische Vogelwarte Sempach hat in ihrem Bericht «Vogelwelt auf dem Golfplatz Andermatt 2019» mehr Sitzwarten für Braunkehlchen empfohlen. Die Massnahme wird im Rahmen des Vernetzungsprojekts Urserntal 2 umgesetzt. Als zusätzliche ökologische Aufwertung soll die Brücke über den Bäzgraben entfernt werden, um den Besucherdruck im Naturschutzgebiet Bäz zu reduzieren.

Damit die extensiven Flächen des Golfplatzes nicht durch Grünerlen verbuschen, machte im Herbst 2020 eine Wanderziegenherde Halt in Andermatt (Projekt von Pro Natura und den Kantonen Uri und Graubünden). Indem die Ziegen die Erlenbüsche abfressen, bleibt die Artenvielfalt erhalten und die Fairways und Greens säumen weiterhin wilde Wiesen mit zahlreichen seltenen Pflanzen, Schmetterlingen und Heuschrecken.

Insekten, insbesondere Libellen und Schmetterlinge, sind gewichtige Indikatoren für die Biodiversität und damit den ökologischen Wert von Naturschutzflächen. Für 2021 ist darum ein Monitoring der Schmetterlinge vorgesehen.