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ANDERMATT: Bauvergabe an Bündner sorgt im Urserntal für böses Blut

Dass eine Sedruner Firma die Arbeiten an der Sechsersesselbahn ­ausführt, löst Kritik aus. Nun nimmt die ASA Stellung.
Anian Heierli
Am 10. Juli ist der Spatenstich für die erste Sesselbahn der Andermatt-Sedrun-Skiarena erfolgt. (Bild Manuela Jans)

Am 10. Juli ist der Spatenstich für die erste Sesselbahn der Andermatt-Sedrun-Skiarena erfolgt. (Bild Manuela Jans)

Anian Heierli

Sepp Inderkum aus Andermatt kritisiert in einem Leserbrief (siehe unsere Zeitung vom 24. Juli) die Andermatt Swiss Alps AG (ASA). Auslöser sind die Bauarbeiten für die 7 Millionen Franken teure neue Sechsersesselbahn auf der Gurschenalp am Gemsstock. Inderkums Vorwürfe sind recht happig: «Den Gewerbetreibenden im Kanton Uri bereitet es Sorgen, weil fast sämtliche Arbeitsaufträge an Bündner Unternehmen vergeben wurden», schreibt er. Er fragt unter anderem, weshalb die Sedruner Firma Loretz die Bauarbeiten ausführe. Gleichzeitig kritisiert er, dass das Unternehmen Heli Rezia die Transportflüge übernehme. «Es ist zu befürchten, dass in Andermatt bei den Bauarbeiten nur noch Spezialisten aus der Region Sedrun das Sagen haben», so Inderkum.

ASA wehrt sich gegen Vorwürfe

In einem schriftlich geführten Interview nimmt ASA-Sprecher Markus Berger zu Inderkums Vorwürfen Stellung.

Haben die Urschner zu wenig Mitspracherecht?

Markus Berger: Niemand muss Angst haben. Wir arbeiten seit Beginn des Projekts eng mit den lokalen und kantonalen Behörden und mit der Korporation Ursern zusammen. Zudem wurden neue, attraktive Stellen und Lehrstellen für einheimische Mitarbeiter geschaffen. Die Mehrheit der Geschäftsleitungsmitglieder sind Urner. Im Verwaltungsrat sind die Korporation Ursern, die Gemeinde Andermatt und die Gemeinde Tujetsch/Sedrun mit je einem Mitglied vertreten.

Sind die aktuellen Ängste berechtigt?

Berger: Nein, solche Ängste sind unbegründet. Die Urner Seite ist ja in der Firmenleitung stärker vertreten. Auch hat die Andermatt-Sedrun Sport AG (ASS) ihren Sitz in Andermatt. Bis heute wurden – entgegen den Behauptungen im Leserbrief – deutlich mehr Aufträge für das Skiprojekt an Unternehmen im Kanton Uri als in Graubünden vergeben. Zudem hat die ASS Dienstleistungsvereinbarungen mit der Korporation Ursern und der Gemeinde Tujetsch/Sedrun abgeschlossen und sich verpflichtet, nach Möglichkeit und nach festgelegten Kriterien einheimische Gewerbebetriebe und Dienstleistungsunternehmen zu berücksichtigen.

In Erstfeld ist die Swiss Helicopter AG stationiert. Weshalb fliegt nun das Unternehmen Heli Rezia die Aufträge?

Berger: Der Auftrag ans Helikopter-Unternehmen wurde durch die Firma Loretz in eigener Verantwortung und als Teil ihres Auftrags vergeben. Dabei hat sie mit der Heli Rezia ein Tessiner Unternehmen mit Basis in Ambri beauftragt, und nicht, wie im Leserbrief fälschlicherweise behauptet, ein Bündner Unternehmen. Die Andermatt Swiss Alps AG hat in der Vergangenheit aber schon zahlreiche Aufträge an die Swiss Helicopter (Erstfeld) vergeben und plant, dies auch weiterhin zu tun.

Weshalb wurde beim Bau der Sesselbahn Gurschen-Gurschengrat ein Sedruner Unternehmen berücksichtigt?

Berger: Es wurden dreizehn Bauunternehmen zur Eingabe ihrer Offerten eingeladen. Darunter auch alle grösseren Baufirmen aus dem Urserntal und dem Kanton Uri. Sechs Baufirmen haben schliesslich eine Offerte eingereicht. In einem anspruchsvollen Verfahren und nach strengen Kriterien ging der Auftrag an die Firma Loretz AG aus Sedrun. In den nächsten drei Jahren werden für das Skiprojekt noch etliche, teils sehr grosse Bau- und weitere Aufträge vergeben. Dazu werden selbstverständlich wiederum auch die Unternehmen aus dem Kanton Uri für die Eingabe eines Angebotes eingeladen. Es gilt zudem festzuhalten, dass von der ASA in der Vergangenheit und auch in Zukunft Aufträge in Millionenhöhe an Urner und auch Urschner Unternehmen vergeben worden sind und noch vergeben werden.

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