ANDERMATT: Das Festivalkonzept geht auf

Rund 1300 Besucher haben dem ersten Musikfestival Andermatt Live zum Erfolg verholfen. Die Veranstalter kündigen eine Fortsetzung an.

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Die Headliner Rival Sons aus Los Angeles verwandelten die Halle in einen Hexenkessel. (Bilder Urs Hanhart)

Die Headliner Rival Sons aus Los Angeles verwandelten die Halle in einen Hexenkessel. (Bilder Urs Hanhart)

Die Band «Rival Sons» in Aktion. (Bild: PD)
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Die Band «To Kill a King» auf der Bühne. (Bild: PD)
«To Kill a King» (Bild: PD)
James Gruntz (Bild: PD)
Henrik Belden (Bild: PD)
Carrousel (Bild: PD)
Carrousel (Bild: PD)
Andrea (Bild: PD)
Al Pride (Bild: PD)
Al Pride (Bild: PD)

Die Band «Rival Sons» in Aktion. (Bild: PD)

Urs Hanhart

16 Gigs an zwei Abenden – das Ganze verteilt auf vier Bühnen. Dieses mutige Konzept ist voll aufgegangen. Das Festival Andermatt Live, das am Freitag- und Samstagabend in der Urschner Metropole seine Premiere erlebte, lockte Hunderte Musikfans an. Insgesamt verzeichneten die Veranstalter mehr als 1300 Eintritte. «Wir können eine positive Bilanz ziehen und sind sehr zufrieden mit dem Aufmarsch», freute sich denn auch OK-Mitglied Shane Lutomirski.

Ein glückliches Händchen

Vor allem in den Clubs herrschte zum Teil ein riesiges Gedränge. So platzte die «Pinte», wo sich die Pub-Stage befand, am Samstagabend beim Auftritt der Band Dabu Fantastic schier aus allen Nähten. Wer einen Blick auf die Interpreten erhaschen wollte, musste sich richtiggehend durch das dicht gedrängte Publikum kämpfen. Ähnlich enge Verhältnisse herrschten auch in der Club-Stage im «Schlüssel» und in der Storyteller-Stage im «Bernhard».

Bei der Zusammenstellung des Line-ups bewiesen die Veranstalter ganz offensichtlich ein glückliches Händchen. Von eher softeren Songwriter-Tönen bis hin zu knallhartem und kompromisslosem Rock war für jeden Geschmack etwas dabei. Die Tagespässe, die den Zugang zu allen vier Bühnen ermöglichten, waren jedenfalls an beiden Abenden ausverkauft.

Mädchenschwarm stiehlt Show

Die vier bekanntesten und bisher erfolgreichsten Bands traten in der an beiden Abenden sehr gut gefüllten Aula des Schulhauses auf, wobei der Basler Popmusiker und Mädchenschwarm James Gruntz am Freitag dem eigentlichen Hauptact, der britischen Rockband To Kill a King, so ziemlich die Show stahl. Etwas schade fanden viele Konzertbesucher, dass James Gruntz keine Zugabe geben durfte. Aber das lag wohl aufgrund des eng gestrickten Zeitplans ganz einfach nicht drin.

Lärmpegel- und auch soundmässig so richtig die Post ab ging dann am Samstagabend bei den Auftritten der Bieler Rockband Death by Chocolate und der absoluten Headliner Rival Sons aus Kalifornien. Das Quartett aus Los Angeles verwandelte die Aula mit seinem ganz eigenen Bluesrock-Sound in einen wahren Hexenkessel. Mit ihren drei bisherigen Studienalben hatten es Rival Sons in die internationalen Charts geschafft. Zudem traten sie 2014 in der bekannten US-Fernsehshow von David Letterman auf.

Langfristige Planung

Dass die Erstauflage von Andermatt Live zu einem Erfolg wurde, lag nicht zuletzt am Einsatz von zahlreichen freiwilligen Helfern und der finanziellen Unterstützung von Sponsoren. Ohne sie wäre diese Grossveranstaltung undenkbar gewesen.

Musikfans dürfen sich jetzt schon freuen, denn eine Fortsetzung ist bereits garantiert. OK-Mitglied Shane Lutomirski verriet: «Wir haben langfristig geplant. Zwei weitere Auflagen von Andermatt Live sind schon gesichert.» Die Organisatoren teilten gestern Abend mit, dass Andermatt Live am 18. und 19. März 2016 in die zweite Runde gehen wird.