ANDERMATT: Eine Studie soll das Urserntal begleiten

Dem Urserntal geht es wirtschaftlich besser als noch vor zehn Jahren. Eine Studie zeigt die Entwicklung auf seit dem Jahr, als Samih Sawiris die Pläne für sein Tourismusresort in Andermatt bekanntgegeben hat. Die Studie soll nun jährlich aktualisiert werden.

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Blick auf die Gemeinde Andermatt im Winterkleid.   Das Bild entstand am 15. November 2015. (Bild: PD)

Blick auf die Gemeinde Andermatt im Winterkleid. Das Bild entstand am 15. November 2015. (Bild: PD)

Eine von der Urner Kantonalbank in Auftrag gegebene Studie zeigt, wie sich das Urserntal von 2005 bis 2014 wirtschaftlich entwickelt hat. Die Studie legt dar, dass sich das Urserntal und das Tourismusresort trotz hartem Wettbewerbsumfeld gut behauptet haben. Die meisten Indikatoren weisen positive Tendenzen auf: Die Logiernächte haben – dem ausgebauten Hotelangebot folgend – zugenommen. Das hat auch eine Steigerung von Umsatz- und Beschäftigungszahlen in der Tourismusbranche.

Die Skierdays – so die Fachbezeichnung eines Tagesbesuchs einer Person im Skigebiet – stiegen parallel zur Zahl der Logiernächte seit 2011/12 kontinuierlich an. Gewachsen ist auch die Bevölkerung des Urserntals und  die Zahl der im Urserntal Beschäftigten: von 958 (2005) auf 1'250 (2014).

Steigende Immobilienpreise

Im Vergleich zum übrigen Kanton Uri wie auch zur Schweiz sind die Preise für Eigentumswohnungen in Andermatt überdurchschnittlich angestiegen. Allerdings dürften die absoluten Preise nach wie vor nahe beim schweizerischen Durchschnitt liegen. Die zahlreichen Investitionsprojekte der öffentlichen Hand wirken sich auf den Selbstfinanzierungsgrad und die Nettoverschuldung der Gemeinden aus. Dies gilt insbesondere für die Gemeinde Andermatt, die zudem einen grossen, Kosten treibenden Koordinationsaufwand trägt. Andererseits steigen mit der wirtschaftlichen Entwicklung die Steuereinnahmen.

Die Studie «Wirtschaftliche Entwicklung im Urserntal» basiert auf statistischen Angaben von Gemeinden, Kanton und Bund sowie anhand einer Umfrage in Andermatt. Die Studie wird künftig jährlich aktualisiert.

pd/cv