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ANDERMATT: Falschmeldungen über Schwimmbad im «Radisson Blu»: Sawiris räumt mit Gerüchten auf

Der ägyptische Investor ist enttäuscht über Falschmeldungen rund um das Schwimmbad im «Radisson Blu», die in Andermatt die Runde machten. An einer Informationsveranstaltung sprach er nun Klartext – fand aber auch lobende Worte.
Samih Sawiris mischte sich für Gespräche unters Volk. (Bild: Urs Hanhart (Andermatt, 24. November 2017))

Samih Sawiris mischte sich für Gespräche unters Volk. (Bild: Urs Hanhart (Andermatt, 24. November 2017))

Der sonst stets aufgestellte Samih Sawiris schlug am Donnerstag vor der Andermatter Bevölkerung für einmal ernste Töne an: «Ich bin heute mit einem kleinen Kummer gekommen», gab er an der Informationsveranstaltung in der Aula bekannt. «Kritik kommt mir nicht mehr an Sitzungen zu Ohren, sondern erst dann, wenn sie schon einige Monate im Dorf kursiert. Das finde ich sehr schade.» In Andermatt habe ein Gerücht die Runde gemacht, dass das noch im Bau befindliche neue Schwimmbad zu gewissen Zeiten für Hotelgäste reserviert bleiben werde. Dies stellte Sawiris nun richtig: «Es wird keine Präferenz für Hotelgäste geben und auch keine Restriktionen für Dorfbewohner.» Dies sei bereits im Juni schriftlich bestätigt worden. «Trotzdem haben es irgendwelche Leute geschafft, solche Gerüchte zu streuen.» Dieses für ihn unerfreuliche Thema beendete Sawiris mit einem Appell an die versammelte Menge: «Richten Sie bitte Reklamationen und Kritik künftig wie früher wieder direkt an mich oder an meine Assistentin.»

Nach diesen deutlichen Worten fand Sawiris aber dennoch Platz für ein Lob: «Ich weiss es zu schätzen, dass die Leute im Urserental immer noch hinter uns stehen und das Vertrauen in uns nicht verloren haben.» Nicht nur er, sondern auch viele Andermatter seien grosse Risiken eingegangen. «Es ist beeindruckend, wie viele Leute mitgezogen haben. Darauf bin ich sehr stolz.»

600 000 Ski-Days sind das Ziel

Geschäftsführer Silvio Schmid orientierte über die Skiarena Andermatt-Sedrun. Vor zwei Wochen startete die Saison am Gemsstock. Seit gestern ist auch der Sessellift auf dem Oberalppass in Betrieb. «Wir wollen in Zukunft schon Ende Oktober starten, und den Skibetrieb am Gemsstock bis Ende Mai aufrechterhalten», so Schmid. Im Vorwinter verzeichnete die Skiarena 350 000 Ski-Days. Das erklärte Ziel ist jedoch deutlich höher: Einst sollen es 600000 sein.

In die Attraktivität wird mächtig investiert. Die neue Gondelbahn Andermatt–Nätschen–Gütsch soll am 23. Dezember eröffnet werden. Die Inbetriebnahme der Anlage am Schneehüenerstock ist für Ende Januar geplant, noch wird gebaut. Viel versprechen sich die Verantwortlichen vom neu geschaffenen Erlebniszentrum auf dem Nätschen. Mit der Kids-Arena will sich die Skiarena als Familien-Skigebiet etablieren.

Völlig neu konzipiert ist das Gastroangebot. Umgesetzt worden ist es vom neuen Gastroleiter Marco Pero. Das Restaurant auf dem Nätschen ist modernisiert worden. Künftig gibt es dort hauptsächlich Grillspezialitäten. Vom Selbstbedienungskonzept ist man weggekommen. Aufgepeppt worden sind auch die Restaurants auf dem Gurschen. «Wir haben in der kurzen Zeit, die uns für die Umbauten zur Verfügung stand, das Optimum herausgeholt», erklärte Pero. «Die Gäste erhalten ein ganz anderes Bild von der Gastronomie.» Das Angebot sei massiv verbessert worden. Der Baustart für das neue Restaurant auf dem Gütsch ist für April/Mai 2018 geplant.

Das Tourismusresort wird nun offiziell «Feriendorf Andermatt-Reuss» genannt, wie Franz-Xaver Simmen, CEO der Andermatt Swiss Alps, durchblicken liess. 2017 sei extrem viel gebaut worden. 2018 soll es in diesem Stil weitergehen, so Simmen. Das Vier-Sterne-Hotel Radisson Blu mit 180 Zimmern und auch die Gotthard-Residenzen werden fertiggestellt. Deren Eröffnung ist im nächsten Sommer geplant. Zudem werden auch die Arbeiten an der Piazza, dem Dorfplatz, und am Haus Alpenrose beendet.

Simmen zieht Vergleich mit dem KKL

2018 soll der Spatenstich für zwei bis drei weitere Apartmenthäuser erfolgen. Neuigkeiten hatte Simmen zum Konferenzraum im Radisson Blu. «Es werden nun bauliche Anpassungen vorgenommen, damit man dort nicht nur Konferenzen durchführen kann, sondern der Raum multifunktional nutzbar wird.» Die Decke wird erhöht, um für Konzerte eine gute Akustik zu gewährleisten. Neu erhält das Gebäude den Namen «Tonhalle Reuss».

«Andermatt und die gesamte Region werden mit dieser Tonhalle einen grossen Mehrwert erhalten», gab sich Simmen überzeugt, «denn es gibt im Obergoms, in der Surselva und auch im Tessin nichts Vergleichbares. Man wird sie ganz ähnlich wie das KKL in Luzern extrem breit nutzen können.»

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

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