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Andermatt Folk geht in die zweite Runde

Für zwei weitere Konzerte im Urserntal konnten bekannte Grössen der Neuen Volksmusik gewonnen werden.
Christian Tschümperlin
Das Andrea Ulrich Trio mit Valentin von Fischer (Kontrabass) und Theo Känzig (Gitarre) interpretiert Volksmusik neu.Bild: PD

Das Andrea Ulrich Trio mit Valentin von Fischer (Kontrabass) und Theo Känzig (Gitarre) interpretiert Volksmusik neu.Bild: PD

Mit Samih Sawiris geht es in ­Andermatt nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell steil bergauf: So haben sich mit dem Klassik-Osterfestival und dem Swiss Alps Classics zwei Festivals im Bereich Klassik in der Berggemeinde etabliert sowie im Rock und Pop das Andermatt-Live-Festival. Die Kulturkommission engagiert sich stark in der traditionellen Volksmusik. Am Sonntag, 27. Oktober, und Sonntag, 15. Dezember, sorgt «Andermatt Folk» für eine weitere Bereicherung des Andermatter Klangspektrums: Die Konzertreihe widmet sich ganz und gar der Neuen Volksmusik.

Den Auftakt am 27. Oktober macht das Andrea Ulrich Trio aus Schwyz. Die virtuose Akkordeonistin Andrea Ulrich ist schweizweit mit den Formationen Willis Wyberkapelle und ­InterFolk unterwegs. In ihrem Trio kreiert sie zusammen mit den Berner Jazzmusikern Theo Känzig an der Gitarre und Valentin von Fischer am Kontrabass erfolgreiche Eigenkompositionen. Dabei mischt sie Schweizer Volksmusik mit einer Prise Jazz und swingender ­Musette.

Ausbruch aus den traditionellen Formen

Das zweite Konzert am 15. Dezember wird vom Duo Flückiger-Räss gestaltet. Markus Flückiger und Nadja Räss haben sich in der Szene längst einen Namen gemacht. Räss ist unter anderem Trägerin des Prix Walo. Flückiger wurde für sein Schaffen mit dem Innerschweizer Kulturpreis ausgezeichnet. Auch die beiden spielen Melodien, welche aus der traditionellen Form fallen.

Verlosung

Die «Urner Zeitung» verlost für die beiden Konzerte vom 27. Oktober (Andrea Ulrich Trio) sowie 15. Dezember (Duo Flückiger-Räss) je zwei Tickets. Senden Sie dazu eine E-Mail-Nachricht mit dem Betreff «Andermatt Folk» an redaktion@urnerzeitung.ch. Vermerken Sie bitte Name und Telefonnummer. Einsendeschluss: 15. Oktober 2019.

«Die beiden letztjährigen Konzerte waren ausgebucht. Die Leute waren extrem begeistert», sagt Initiantin Maria Gehrig, die im Unterschied zur ersten Runde nicht selber auf der Bühne stehen wird. Es seien viele Leute auf sie zugekommen, die gesagt hätten: «Ich wusste gar nicht, dass Volksmusik so cool ist.»

Wer also bisher nicht so den Zugang zur Volksmusik hatte, der könnte in der Neuen Volksmusik seinen Einstieg finden. Denn diese Stilart ist offener, virtuoser und atonaler als traditionelle Volksmusik. «Die Neue Volksmusik lässt Einflüsse aus anderen Ländern zu, wie zum Beispiel Einflüsse aus irländischer, finnischer oder rumänischer Volksmusik», so Gehrig. Aber auch Einflüsse aus dem Jazz, der Klassik und dem Pop. Die Neue Volksmusik wählt also einen progressiven, innovativen Zugang, in dem sie bestehende Themen in Cross-Overs weiterentwickelt. Gehrig relativiert aber auch: «Traditionelle Volksmusik bleibt die Basis, der rote Faden.» Deshalb sei der Begriff «Neue Volksmusik» vielleicht auch nicht ideal gewählt. «Zeitgenössische Volksmusik würde vielleicht besser passen.» Denn man könne sich gewissen Einflüssen gar nicht verschliessen. Das passiere ganz automatisch. Bleibt die Frage, ob denn die Neue Volksmusik auch beim traditionellen Publikum Anklang findet? «In der Mitte des 20. Jahrhunderts war traditionelle Volksmusik total in, dann nahmen die internationalen Einflüsse zu, während sich die Volksmusik aber nicht gross veränderte. In den 1980er- und 1990er-Jahren ging wieder etwas in der Volksmusik», sagt sie. Pioniere wie etwa Markus Flückiger und Dani Häusler seien längst etabliert in der Szene, es finde ein gegenseitiger Austausch statt. Aber es gäbe natürlich auch Leute, die sagten: «Neue Volksmusik, das ist mir eine Schublade zu hoch.» Dafür habe sie Verständnis. Denn es seien vor allem akademische Kreise für die Neue Volksmusik prägend gewesen, etwa Absolventen von der Hochschule Luzern, wo man seit 10 Jahren Volksmusik als Fach belegen kann.

Stolz auf das Erbe der Schweizer Kultur

Mit der Konzertreihe «Andermatt Folk» geht für Maria Gehrig jedenfalls ein grosser Wunsch in Erfüllung. Denn die Pflege und Weiterentwicklung der Neuen Volksmusik liegt ihr ganz besonders am Herzen. «Diese Musik steht für den neu erwachten Stolz auf die Heimat und das Erbe der Schweizer Kultur», sagt sie. Die beiden Konzerte finden wiederum in den stimmungsvollen Räumen des Hotels The Chedi in Andermatt statt. Tickets können im Vorverkauf erworben werden.

Die Veranstaltungen finden statt im The Chedi in Andermatt im Saal Gotthard: 27. Oktober (Andrea Ulrich Trio), um 17 Uhr, sowie 15. Dezember (Duo Flückiger-Räss), um 19 Uhr. Der Eingang befindet sich bei der Parkstrasse. Weitere Infos zu der Konzertreihe sind zu finden unter: www.andermattfolk.ch.

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