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ANDERMATT: Gesundheitszentrum: Idee lebt trotz Auszug weiter

Die erste Kindertagesstätte im Urserntal wird aus Kostengründen ins Dorfschulhaus verlegt: Nun sind 80 Prozent des Gesundheitszentrums belegt.

Andermatt geht mit der Zeit. Deshalb wurde am 1. Februar dieses Jahres im obersten Stock des Gesundheitszentrums Ursern in Andermatt die erste Kindertagesstätte (Kita) im Urserntal eröffnet. Doch die Kita «Paradies» zieht nun bereits wieder aus dem neuen Gesundheitszentrum aus. Peter Baumann, Präsident der Stiftung Senioren- und Gesundheitszentrum Ursern sowie Vize-Gemeindepräsident von Andermatt, bestätigt dies auf Anfrage unserer Zeitung. «Die Situation hat sich im ersten halben Jahr nicht so entwickelt, wie sich das die Kita-Betreiber vorgestellt haben», so Baumann.

Der Mietzins, der für alle Institutionen im Gesundheitszentrum gleich hoch angesetzt worden ist, war aufgrund der anfänglich geringen Auslastung der Kita nicht tragbar. Es sei deshalb nach Optionen gesucht worden, die Betriebskosten zu senken. Dadurch tat sich die Möglichkeit auf, die Kita in Räumlichkeiten des Dorfschulhauses der Gemeinde zu verlegen, was einen Betrieb zu einem wesentlich tieferen Mietzins möglich mache, so Baumann. Neben Spenden wurden auch Kooperationen ins Auge gefasst, um der Kita unter die Arme zu greifen. Kurz vor dem Abschluss stehen Verhandlungen mit Andermatt Swiss Alps. Denn im Hinblick auf den Ausbau des Tourismusresorts dürfte die Nachfrage nach Kita-Plätzen im Urserntal steigen. Mittlerweile sind nun auch die Besucherzahlen der Kita gestiegen. «Im Moment überschreiten die Besucherzahlen der Kita sogar unsere Vorstellungen», sagt Baumann. Im Schnitt können pro Tag zwischen 8 und 10 Kinder begrüsst werden – dies bei 12 möglichen Plätzen. «Ausgegangen sind wir anfänglich von einer Auslastung von 50 bis 60 Prozent», so der Vize-Gemeindepräsident. Die Tendenz sei immer noch steigend.

«Unterschiedliche Philosophien»

Die Kita ist nicht die einzige Institution, die das Gesundheitszentrum in Andermatt nach kurzer Zeit wieder verlässt. So ist auch die «Alpin Therapie», welche Physiotherapie-Dienstleistungen angeboten hat, bereits wieder ausgezogen. Der Geschäftsführer der Firma war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Er soll jedoch «unterschiedliche Philosophien» als Auszugsgrund angegeben haben. Die Räumlichkeiten wurden mittlerweile von Physiotherapeut Marcel Bechtold übernommen, der auch in Erstfeld eine Praxis betreibt und seit längerem auch teilzeitlich im Betagten- und Pflegeheim Ursern präsent war. «Ich bin sehr zu­frieden mit den Möglichkeiten im Gesundheitszentrum», sagt Bechtold auf Anfrage.

«80 Prozent der Räumlichkeiten im Gesundheitszentrum Ursern sind vermietet», unterstreicht Peter Baumann. «Das ist eine gute Auslastung nach nur einem Jahr.»

Die frei gewordenen Räumlichkeiten des Gesundheitszentrums Ursern werden nun ausgeschrieben. Zudem stehe man in Kontakt mit einer Naturheilpraktikerin, die möglicherweise die noch freien 60 Quadratmeter im zweiten Obergeschoss mieten möchte. «Die Idee des Gesundheitszentrums Ursern, die gesamte Gesundheitsversorgung unter einem Dach zu vereinen, lebt also weiter», sagt Peter Baumann. (zf)

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