Andermatt
Grosser Sportevent auf dem Gemsstock – Fanny Smith holt sich zweiten Platz

Am Freitag hat auf dem Gemsstock in Andermatt ein grosser Sportevent stattgefunden. Der Red Bull SuperSkicross wird heute im Fernsehen ausgestrahlt.

Kristina Gysi
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Am Freitag war wieder etwas los in Andermatt. Und dann gleich so richtig. Mit Athleten und Trainern, mit Presse und Sicherheitspersonal – und natürlich mit Schutzkonzept. Am 26. März traten nationale und internationale Skicross-Grössen bei einem Rennen gegeneinander an, das es so wohl noch nie gegeben hat. Der Getränkegigant Red Bull war Sponsor des Grossanlasses, der gestern auf dem Gemsstock über die Piste ging – endlich. Denn der Event hätte eigentlich schon vor einem Jahr stattfinden sollen, wie Roman Barmettler, Event und Activities Manager von Andermatt Swiss Alps, erklärt: «Damals musste er aber aufgrund der frühzeitigen Schliessung der Skigebiete kurzfristig abgesagt werden.»

Die frisch gekürte Skicross-Weltmeisterin Fanny Smith nahm ebenfalls am Red Bull SuperSkicross teil.

Die frisch gekürte Skicross-Weltmeisterin Fanny Smith nahm ebenfalls am Red Bull SuperSkicross teil.

Bild: PD

So etwas hat es noch nie gegeben

Die Vorbereitungen am Berg für die diesjährige Durchführung waren laut Barmettler bereits seit November 2020 im Gange. Am 10. März wurde die Strecke an die deutsche Firma Schneestern übergeben, deren Pistenbauer sich der Präparation der Skicross-Piste widmeten. Und diese hatte es in sich, denn eine «normale» Skicross-Piste würde einem Red-Bull-Anlass wohl kaum gerecht. Deshalb hatte die Firma Schneestern zusammen mit Race Director Martin Fiala und Skicross-Cheftrainer Ralph Pfäffli für dieses Rennen eine spezielle Strecke konzipiert. 1000 Meter lang war sie, 15 Hindernisse – sogenannte Obstacles – erschwerten den Sportlern die Fahrt. Zwei darunter waren laut Fiala innovativ und wurden seines Wissens in dieser Form noch nie für ein Skicross-Rennen verwendet. Dazu kamen zwei verschiedene Linienführungen, eine blau, die andere silbern. Beide beinhalteten ihre technischen Eigenheiten und die Athleten erfuhren erst kurz vor Start mittels Los, welche davon befahren wird. «Dieses Eventformat hat es in der Geschichte vom Skicross noch nie gegeben», sagt Barmettler. «Andermatt darf sich stolz schätzen, als erster Austragungsort in die Geschichtsbücher einzugehen.»

Aufgrund der hohen Anforderungen wurden zum SuperSkicross nur die Besten der Besten eingeladen: 8 Damen und 16 Herren, allesamt aus dem Skicross World Cup, darunter bekannte Schweizer Namen wie Fanny Smith und Alex Fiva, beides frisch gekürte Weltmeister. «Mit Fanny Smith als Gesamtweltcup-Siegerin und Red-Bull-Botschafterin durfte Andermatt die wohl bekannteste Skicrosserin willkommen heissen», so Barmettler. Um 12.30 Uhr startete das Rennen am Gemsstock, das von Red Bull TV und – als Premiere für einen Red-Bull-Event – vom Schweizer Fernsehen SRF 2 aufgezeichnet wurde.

Das Red Bull SuperSkicross fand in Andermatt statt.

Das Red Bull SuperSkicross fand in Andermatt statt.

Bild: PD

Anwesende werden strikt getrennt

Ein ausgeklügeltes Schutzkonzept ermöglichte überhaupt die Durchführung eines solchen Events. So wurden die Anwesenden in drei Gruppen eingeteilt, die ihre eigenen Zonen, Bereiche und Räumlichkeiten erhielten. Zugewiesene Badges zeigten, in welcher Zone sich eine Person bewegen durfte. «Die Athleten fuhren am frühen Morgen mit dem Staff auf den Gemsstock, ohne sich mit den Tagesgästen oder den Helferinnen und Helfern zu mischen», so Barmettler. Hier sei nichts dem Zufall überlassen worden. Auch galten Maskenpflicht und Abstandsregelungen auf dem gesamten Gelände, zudem wurden Besprechungen mit mehr als fünf Personen online durchgeführt. Akkreditierte Personen wurden dazu angehalten, die Swiss Covid App des BAG zu installieren und während des Events zu aktivieren.

Ergebnisse - Schweizer holen Silber und Bronze

Bei den Männer holte sich der Kanadier Reece Howden den Gold, während der Franzose Jean-Frédéric Chapuis vor dem Schweizer Marc Bischofberger den zweiten Platz ergatterte.

Bei den Frauen machte die Schwedin Sandra Näslund das Rennen. Die Schweizerin Fanny Smith holte sich Silber.