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ANDERMATT: Grosser Zustupf für das neue Seniorenzentrum

Tessiner Investoren haben den Kaufvertrag für eine Liegenschaft unterzeichnet, die der Stiftung des Betagten- und Pflegezentrums vermacht worden war. Der Handel sorgt allerdings nicht nur für positive Reaktionen.

Ende Jahr soll das neue Senioren- und Gesundheitszentrum in Andermatt den Betrieb aufnehmen. Zur finanziellen Absicherung des Projekts sorgte auch ein kinderloses Ehepaar, das mit seinem Tod seine Erbschaft an die Stiftung des Senioren- und Gesundheitszentrums Ursern übertragen hat. Darunter befindet sich auch eine Liegenschaft an der Turmmattstrasse.

Tessiner Investoren haben nun den Kaufvertrag für diese Liegenschaft unterzeichnet. Die entsprechende Änderung im Grundbuch ist noch nicht vollzogen, womit der Kauf noch nicht rechtskräftig ist. «Das Geld aus dem Verkauf können wir für den geplanten Neubau sehr gut gebrauchen», sagt Peter Baumann, Gemeindevizepräsident und Präsident des Stiftungsrats.

Junge wollen günstigen Wohnraum

Allerdings kommt dieser Handel nicht bei allen Einheimischen gut an, so bei einigen jungen Bürgern, wie unsere Zeitung weiss. Grund: Vor drei Jahren hatte die Gemeinde per Flugblatt nach Bauparzellen, Häusern und Wohnungen gesucht. Mit Hilfe von Investoren hätte so günstiger Wohnraum für Familien und Personal entstehen sollen. Die jungen Urschner können nun nicht verstehen, weshalb die Gemeinde die Chance nicht gepackt hat, die Liegenschaft an der Turmmattstrasse zu erwerben, und stattdessen den Tessiner Investoren das Feld überliess.

«Die Gemeinde hat zwar vom Angebot gewusst», räumt Gemeindevizepräsident Peter Baumann ein. «Sie hätte aber gemäss der Finanzplanung der Gemeinde den Kauf nicht bewerkstelligen können.»

Wie Recherchen unserer Zeitung zeigen, hat der Letzte Wille der Liegenschaftsbesitzer darin bestanden, mit ihrem Erbe die Stiftung des Senioren- und Gesundheitszentrums Ursern, sowie den geplanten Neubau des Senioren- und Gesundheitszentrums zu unterstützen. Ziel der Stiftung war es deshalb, die Liegenschaft möglichst teuer zu verkaufen. Es war öffentlich ausgeschrieben und konnte von jedermann besichtigt werden.

Es braucht private Investoren

Der Mangel an günstigem Wohnraum sei aber nach wie vor ein Problem, so Baumann. «Klar ist aber, dass die Gemeinde nicht alleine günstigen Wohnraum schaffen kann, sondern nur gemeinsam mit privaten Investoren.»

Gespannt sein darf man nun auf die Nutzung der verkauften Liegenschaft. Denn in Andermatt ist der gesetzlich erlaubte Anteil Zweitwohnungen bereits ausgeschöpft. Wie zu vernehmen war, beabsichtigen die Investoren Wohnungen im hotelähnlichen Betrieb zu bewirtschaften. Ob dies nicht in Konflikt mit der Zweitwohnungsinitiative steht, wird das detaillierte Nutzungskonzept zeigen, heisst es auf Anfrage bei der Justizdirektion. (zf)

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