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Andermatt: Jost Meyer soll
auf Yvonne Baumann folgen

An der Offenen Dorfgemeinde wurden das Budget 2019 und eine Steuersenkung genehmigt. Der bisherige Sozialvorsteher Jost Meyer soll neuer vollamtlicher Gemeindepräsident werden. Die Urnenwahl findet am 25. November statt.
Jost Meyer soll Andermatter Gemeindepräsident werden. (Bild: PD)

Jost Meyer soll Andermatter Gemeindepräsident werden. (Bild: PD)

An der Gemeindeversammlung in Andermatt, die am 25. Oktober im Beisein von rund 140 Stimmberechtigten in der Aula des Bodenschulhauses abgehalten wurde, standen – nebst der Vorstellung des Budgets 2019 – die Wahlen im Zentrum.

Am 25. November findet unter anderem auch die Urnenwahl des Gemeinderates statt. Präsidentin Yonne Baumann hat ihre Demission eingereicht. Als deren Nachfolger wurde vom Gemeinderat der amtierende Sozialvorsteher Jost Meyer vorgeschlagen. Die Amtszeit soll zwei Jahre betragen und das Arbeitspensum weiterhin 80 Prozent.

Amt des Sozialvorstehers bleibt vakant

Momentan ist in Andermatt eine Organisationsentwicklung im Gange. Der Gemeinderat benötigt zwei Jahre für die Prüfung und Anpassung der Strukturen.

Vizepräsident Peter Baumann sowie die Mitglieder Wolfgang Baumann und Edwin Holzer stellen sich zur Wiederwahl. Vakant ist das Amt des Sozialvorstehers. «Wir haben intensiv nach neuen Kandidaten gesucht, aber lauter Absagen erhalten», sagte der Vizepräsident. «Die Parteien sind informiert, und wir haben sie gebeten, uns bei der Suche zu unterstützen.»

Als neues Mitglied für den Kreisschulrat Ursern wurde Muriel Murer vorgeschlagen. Sie soll den zurücktretenden Alfred Nager-Lussmann ersetzen. Bei den offenen Wahlen wurden alle drei Mitglieder der Baukommission wiedergewählt. Als Ersatz für Helen Epp-Gisler in die Geschäftsprüfungskommission (GPK) gewählt wurde Beat Peroulaz. Paul Bennet bleibt weiterhin Gemeindeweibel.

Gute Finanzlage macht Steuersenkung möglich

Bei der Beratung und Beschlussfassung zum Voranschlag 2019 konnte Gemeindekassier Daniel Christen mit erfreulichen Nachrichten aufwarten. «Wir können ein attraktives Budget präsentieren, das der touristischen Entwicklung Rechnung trägt», sagte er. Die Erfolgsrechnung schliesst bei einem Aufwand von 7,92 Millionen Franken und einem Ertrag von 8,26 Millionen Franken mit einem Gewinn vor der Steuersenkung von 345'000 Franken. «Sehr interessant entwickelt sich der Fiskalertrag», führte der Gemeindekassier weiter aus. «Im Vergleich zum Vorjahr können wir 490'000 Franken mehr ins Budget nehmen.» Die Nettoinvestitionen belaufen sich auf 499'100 Franken. Geplant sind die Modernisierung der Schliessanlagen in den gemeindeeigenen Liegenschaften, die Sanierung des Pausenplatzes bei der Dorfschule und die Erneuerung der touristischen Signalisation.

Aufgrund der guten Finanzlage – die Pro-Kopf-Verschuldung konnte im Verlaufe der letzten Jahre reduziert werden – beschlossen die Versammelten einstimmig, den Gemeindesteuerfuss und auch den Kapitalsteuersatz für juristische Personen von bisher 115 auf neu 107 Prozent zu senken. Vorgängig hatte GPK-Mitglied Max Simmer versichert: «Der Zeitpunkt für eine Senkung ist der Richtige. Die finanzielle Lage der Gemeinde lässt dies zu. Die Gemeindefinanzen sind im Lot und die Reduktion um 8 Prozent ist angemessen.»

Neues Senioren- und Gesundheitszentrum steht vor Eröffnung

An der Offenen Dorfgemeinde gab es auch Informationen zu diversen Projekten und Geschäften. Zum Stand der Raumplanung und der Überarbeitung des Nutzungskonzepts am Oberalp sagte Yvonne Baumann: «Wir haben Stellungsnahmen der Betroffenen erhalten, die relativ weit auseinanderklaffen. Wahrscheinlich wird aus diesem Grund das bisherige Konzept beibehalten.» Einzelne dringende Anliegen wie eine Geschwindigkeitsreduktion auf dem Oberalppass, ein Parkierungskonzept und ein Schutzreglement werden laut Baumann umgesetzt. Für alles andere gelte der Status quo.

Das neue Senioren- und Gesundheitszentrum steht kurz vor der Fertigstellung. Am 19. November erfolgt die Eröffnung der neuen Poststelle. Fünf Tage später gibt es im Zentrum einen Tag der offenen Tür. Der Umzug der Bewohner vom alten Betagtenheim ins neue Seniorenzentrum soll am 28. November erfolgen.

Zwei- und Dreisterne-Hotels dürfen nicht verschwinden

Im Zusammenhang mit der Raumplanung ist eine Planungszone für die Hotel- und Gastrobetriebe festgelegt worden. «Die Tourismusdestination Andermatt ist nicht nur auf die Hotels im Resort angewiesen, sondern auch auf jene im Dorf», hielt Gemeindepräsidentin Baumann fest. Diese liegen im Zwei- und Dreisterne-Bereich und dürften nicht verschwinden. «Solche Betten sind auch wichtig, um die vom Skigebiet angestrebten Skierdays erreichen zu können.»

Unter Skierdays versteht man die Anzahl Gäste, die zum ersten Mal eine Liftanlage benutzen. So wird pro Gast jeweils ein Skierday berechnet.

Stephan Römer wird interimistisch Tourismusdirektor

Zum Schluss gab es noch einen Info-Block zur Andermatt-Urserntal Tourismus (AUT) GmbH. Flurin Riedi, seit 2014 Tourismusdirektor, hat bekanntlich seine Kündigung eingereicht. Für die operative Geschäftsführung gibt es nun eine Übergangslösung: Ab dem 1. November wird Stephan Römer, der früher bereits als Marketingleiter bei der AUT gearbeitet hatte, Tourismusdirektor ad interim.

«Stephan Römer kennt Andermatt und die Region sehr gut», zeigte sich Gemeinderat Edwin Holzer überzeugt. «Zudem weiss er, wo die Herausforderungen liegen. Wir sind überzeugt, mit ihm die bestmögliche Wahl für eine Übergangslösung getroffen zu haben.»

Rolf Steffen ist neuer Eismeister

Neuigkeiten gab es auch zum Eisfeld. Dessen Standort befindet sich beim Parkplatz der Feldküche nördlich der Sportsbar. Dort können Synergien genutzt werden. Die Eisfläche beträgt 800 Quadratmeter (40 mal 20 Meter). «Wir möchten das Eisfeld spätestens Mitte Dezember eröffnen und bis Ende Februar oder falls möglich bis Mitte März betreiben», verriet Holzer.

Inzwischen konnte auch ein Eismeister gefunden werden. Es handelt sich um den Einheimischen Rolf Steffen.

Kredit kommt an die Urne

Orientiert wurde über ein Kreditbegehren über 1,4 Millionen Franken für die Mitfinanzierung der Personenunterführung für das Projekt Neubau Bahnhof. Darüber werden die Andermatter ebenfalls am 25. November an der Urne befinden können.

Schliesslich genehmigten die Stimmberechtigten noch zwei Abrechnungen. Der Gemeindeanteil für den Neubau der Bahnhofbrücke belief sich auf 1,221 Millionen Franken, bewilligt worden war ein Kredit von 1,25 Millionen Franken, die Gesamtkosten waren mit 1,55 Millionen Franken prognostiziert worden. Für den Ersatz von drei Garagetoren beim Werkhofgebäude wurden 35'302 Franken aufgewendet. Budgetiert worden waren 36'400 Franken.

Vor dem traditionellen Abschlussapéro kam es noch zu einigen Verabschiedungen. Namentlich handelte es sich um die abtretende Gemeindepräsidentin Yvonne Baumann, die nicht weniger als zwölf Jahre im Gemeinderat mitgewirkt hat, Tourismusdirektor Flurin Riedi und das langjährige GPK-Mitglied Helen Epp.

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