Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Andermatt: Kanton zahlt 25'000 Franken an Spa-Projekt

Der Kantonsbeitrag an das Spa & Fitness in Andermatt hatte einen kritischen Vorstoss im Landrat zur Folge. Die Regierung zeigt nun in ihrer Antwort auf, nach welchen gesetzlichen Grundlagen sie die Unterstützung ausgelöst hat – und was der Bund beigesteuert hat.
Florian Arnold
Als das neue Spa&Fitness eröffnet wurde, waren auch prominente Gäste vor Ort: (von links) Bernhard Russi, Wangui Zwyssig und Herbert Blum (Bild: Georg Epp, Andermatt, 29. Januar 2018)

Als das neue Spa&Fitness eröffnet wurde, waren auch prominente Gäste vor Ort: (von links) Bernhard Russi, Wangui Zwyssig und Herbert Blum (Bild: Georg Epp, Andermatt, 29. Januar 2018)

Der Kanton Uri hat das Projekt «4 Quellen Spa & Fitness Andermatt» mit einem A-fonds-perdu-Beitrag von 25'000 Franken unterstützt. Dies hat Landrat Elias Arnold (SVP, Altdorf) zu einer Interpellation bewogen. In ihrer Antwort auf den Vorstoss hält die Urner Exekutive nun fest, dass diese Summe 3,4 Prozent der Gesamtkosten entspreche. Der Bund habe sich mit einem Darlehen von 120'000 Franken beteiligt. Der Kanton Uri habe mit seinem Beitrag somit die geforderte «gleichwertige Leistung» erbracht.

«Der Tourismus ist in der Schweiz mit grossen strukturellen Herausforderungen konfrontiert», schreibt die Regierung. Ein Strukturwandel sei unumgänglich. Im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) wurde ein Impulsprogramm entwickelt, für das der Bund zusätzlich 200 Millionen zur Verfügung stellt. Einen Teil dieser Mittel will auch der Kanton Uri auslösen.

Der Bund macht klare Vorgaben

Unterstützte Projekte müssen klare Vorgaben erfüllen. Vom Bund wurden drei Stossrichtungen definiert:

  • Modernisierung der Beherbergungswirtschaft;
  • Verstärkung Qualitäts- und Produktentwicklung;
  • Optimierung Strukturen und Verstärkung Kooperationen.

Das Projekt 4 Quellen Spa & Fitness Andermatt entspreche der Stossrichtung «Modernisierung der Beherbergungswirtschaft», so die Regierung. Mit dem Projekt könnten Synergien zu den vor Ort vorhandenen Tourismusinfrastrukturen geschaffen werden. Als gesetzliche Grundlage nennt die Regierung das Bundesgesetz über Regionalpolitik von 2006. Über den Unterstützungsbeitrag konnte sie selber entscheiden (siehe Tabelle).

Kompetenzen bei Unterstützungsbeiträgen (Kanton Uri)

Die Entscheidungskompetenzen über NRP-Unterstützungsbeiträge sind im Kanton Uri wie folgt geregelt:
Instanz Höhe
Volkswirtschaftsdirektion à fonds perdu-Beiträge bis 20'000 Franken
Regierungsrat à fonds perdu-Beiträge bis 1 Mio. Franken; Darlehen bis 5 Mio. Franken
Landrat à fonds perdu-Beiträge über 1 Mio. Franken; Darlehen über 5 Mio. Franken

Zwei Projekte bereits unterstützt

Im ähnlichen Rahmen wie in Andermatt seien bereits zwei andere Projekte unterstützt worden. Einerseits waren dies die Sanierung und der Erweiterungsbau der Rollhockeyhalle in Seedorf. Die Halle wurde erweitert, um Drittnutzungen für Events oder Sportlager unter besseren Bedingungen zu ermöglichen. In Zusammenarbeit mit dem Ferienhaus Carmen konnte so ein touristischer Mehrwert geschaffen werden. Der Kanton Uri unterstützte das Vorhaben mit einem NRP-Bundesdarlehen von 100'000 Franken und einem kantonalen A-fonds-perdu-Beitrag von 15'000 Franken. Aufgrund der sportbezogenen Nutzung wurden 100'000 Franken aus dem Sport-Fonds beigesteuert. Anderseits wurde Geld für die Investitionen für die Luftseilbahn Intschi-Arnisee gesprochen. Das Bundesdarlehen betrug 770'000 Franken, der A-fonds-perdu-Beitrag des Kantons 180'000 Franken.

«Eigeninitiative ist essenziell»

«Der Kanton stellt im Rahmen der NRP finanzielle Mittel für innovatives, qualitätsbezogenes und zukunftsgerichtetes Handeln im Tourismus zur Verfügung», hält die Regierung in ihrer Antwort auf den Vorstoss von Elias Arnold fest. Geld könne aber nicht nur für konkrete Infrastrukturprojekte beantragt werden, sondern auch für Vorhaben, die eine Optimierung der touristischen Strukturen oder eine Verstärkung der Kooperationen in diesen Branchen zum Ziel hätten. Die Regierung betont: «Die Eigeninitiative seitens der touristischen Leistungsträger ist essenziell, damit die vorhandenen Mittel zielorientiert und für eine nachhaltige touristische Entwicklung eingesetzt werden können.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.