Andermatt: Kritische Stimmen organisieren sich

Der Urner Umweltrat hat eine kritische Plattform zum Skiinfrastrukturausbau in Andermatt und Sedrun eingerichtet. Die Dachorganisation der Urner Umweltorganisationen setzt sich für eine Verkleinerung des Projekts ein.

Drucken
Teilen
Aussicht vom Nätschen Richtung Andermatt. (Bild: PD)

Aussicht vom Nätschen Richtung Andermatt. (Bild: PD)

Auf www.gigantismus-andermatt.ch sowie via Facebook solle die Bevölkerung an der Diskussion teilnehmen, teilte der Urner Umweltrat am Montag mit. Umweltrat setzt sich zusammen aus der Alpeninitiative Uri, Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz, Mountain Wilderness, Pro Natura Uri, Tierschutzverein Uri und VCS Uri.

In der Medienmitteilung unterstreicht der Umweltrat, dass er eine Verbindung der Skigebiete Andermatt-Sedrun zwar mittrage. Er wehre sich aber unter anderem gegen Pisten, welche über diese reine Verbindungsanlage hinausgingen - insbesondere am Schneehüenerstock. Gegen eine Sanierung und einen sinnvollen Ausbau der bestehenden Pisten habe der Umweltrat nichts einzuwenden.

Vor einer Woche hatte Franz Steinegger, Verwaltungsratspräsident der Andermatt Gotthard Sportbahnen, angekündigt, dass das Skigebiet nicht wie ursprünglich vorgesehen für über 200 Mio. Franken, sondern für rund 130 Mio. Franken erweitert werden soll. Die Verantwortlichen gehen inzwischen davon aus, dass die öffentliche Hand nicht über 80 sondern rund 40 Mio. Franken beisteuern wird.

Trotzdem schreibt der Umweltrat: «Nach wie vor ist keine andere Variante als der Vollausbau beim Bundesamt für Verkehr zur Genehmigung eingereicht.» Solange kein abgespecktes Projekt vorgelegt werde, müsse davon ausgegangen werden, dass weiterhin der Vollausbau angestrebt werde.

Der Urner Landrat wird am Mittwoch im Rahmen der Budgetdebatte über eine Beteiligung am geplanten Skigebiet entscheiden.

sda/bep