Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ANDERMATT: Mit der Skiverbindung Andermatt–Sedrun geht «ein Jugendtraum in Erfüllung»

Jetzt ist die einseitige Skigebietsverbindung über den Oberalppass Tatsache. Am Samstag hat Samih Sawiris mit viel Prominenz den Sessellift auf den Schneehüenerstock eröffnet. Der Ägypter wagte sich gar auf die Ski – trotz eines Verbots.
Viel Prominenz auf der Eröffnungsfahrt; von links: Heidi Z’graggen, Marc Girardelli, Peter Furger, Josef Dittli, Samih Sawiris und Bernhard Russi. (Bild: Elias Bricker (Andermatt, 10. März 2018))

Viel Prominenz auf der Eröffnungsfahrt; von links: Heidi Z’graggen, Marc Girardelli, Peter Furger, Josef Dittli, Samih Sawiris und Bernhard Russi. (Bild: Elias Bricker (Andermatt, 10. März 2018))

Elias Bricker

elias.bricker@urnerzeitung.ch

Nun sind die Skiregionen Andermatt und Sedrun endgültig zu einer einzigen Skiarena verschmolzen. Denn jetzt ist der Sessellift auf den Schneehüenerstock in Betrieb. Somit ist es möglich, mit den Ski vom Gütsch ob Andermatt bis auf den Oberalppass respektive ins Skigebiet von Sedrun zu fahren. Die Wintersportler müssen also nicht mehr zwingend in die Matterhorn-Gotthard-Bahn steigen, um vom Kanton Uri in den Kanton Graubünden zu gelangen, sondern nur noch, um am Abend wieder zurückzukehren. Die Gondelbahn für den Rückweg vom Oberalppass auf den Schneehüenerstock wird erst im kommenden Sommer fertiggebaut.

Zwar ist der sogenannte Schneehüenerstock-Flyer bereits eine Woche in Betrieb. Doch am Samstag wurde er nun offiziell eröffnet. «Das ist ein historischer Augenblick», freute sich Silvio Schmid, CEO der Andermatt-Sedrun Sport AG. Pistenbauer und Olympiasieger Bernhard Russi meinte gar: «Mit der Skiverbindung geht für mich ein Jugendtraum in Erfüllung.» Bereits als Kind und vor allem später als Teenager sei die Zusammenführung der Skigebiete für ihn und seine Kollegen ein grosses Thema gewesen, aber nicht nur wegen der steilen Schneehänge: «Unsere Väter haben uns erzählt, dass es offenbar im Osten schöne Frauen gibt.»

Bagger mussten Baustelle vor dem Schnee befreien

Für den «historischen Moment» liess es sich sogar Investor Samih Sawiris nicht nehmen, selber die Ski anzuschnallen. «Eigentlich dürfte ich gar nicht Ski fahren», verriet der Ägypter. Denn wegen eines operierten Bandscheibenvorfalls müsste er sich schonen. «Aber heute wird für mich ein Traum wahr», sagte er. «Die Skigebietserweiterung war für mich eine ganz neue Herausforderung. So etwas habe ich zuvor noch nie gemacht.» Gleichzeitig sei die Zusammenführung zweier Skiregionen für ihn auch eine ganz heikle und schwierige Geschichte gewesen. Dafür habe er zwei Kantone und Kulturen mit unterschiedlichen Sprachen zusammenbringen müssen.

Eigentlich hätte der Sessellift auf den Schneehüenerstock bereits zu Beginn der Skisaison eröffnet werden sollen. Die Verantwortlichen mussten den Termin zur Jungfernfahrt dann aber mehrmals nach hinten schieben. Das Wetter hatte den Bauarbeitern auf 2600 Meter über Meer immer wieder das Leben schwer gemacht. «Wir haben diesen Winter wettermässig alles erlebt», sagte Projektleiter Peter Furger. «Seit Oktober hat es jede Woche mindestens einmal geschneit.» Wegen Schneefällen und Schneestürmen mussten die Arbeiten immer wieder unterbrochen werden. Der Sturm Burglind Anfang Januar hatte die Bergstation sogar derart mit Schnee gefüllt, dass Bagger anrücken mussten, um die Baustelle wieder zu räumen.

Zur Eröffnung waren rund siebzig Gäste eingeladen, darunter viele Journalisten. Neben den Projektverantwortlichen Samih Sawiris, Bernhard Russi und Peter Furger, nahm auch der fünffache Gesamtweltcupsieger Marc Girardelli Platz auf dem ersten Sessel. Mit Ständerat Josef Dittli sowie den Regierungsräten Heidi Z’graggen und Urs Janett war die Urner Politprominenz ebenfalls vertreten.

Abfahrt ist vorerst nur guten Skifahrern vorenthalten

Nach der offiziellen Eröffnung des Sessellifts konnten die geladenen Gäste unter der Leitung von Bernhard Russi die Abfahrt vom Schneehüenerstock auf den Oberalppass wagen. Die Strecke ist momentan jedoch nur guten Skifahrern vorenthalten. Denn sie ist gelb markiert. Das heisst: Sie ist zwar vor Lawinen gesichert und für Skifahrer offen, wird jedoch nicht von Pistenfahrzeugen präpariert. Denn es benötigt noch einige bauliche Anpassungen im Gelände, damit die Piste im kommenden Jahr präpariert und gesichert werden kann.

Offizielle Eröffnung der Skiverbindung von Andermatt nach Sedrun (von links): Bernhard Russi, Urner Ständerat Josef Dittli, Samih Sawiris, Marc Girardelli, Urner Regierungsrätin Heidi Z'graggen und Franz-Xaver Simmen, CEO der Andermatt Swiss Alps AG. (Bild: PD / Kevin Obschlager (Andermatt, 10. März 2018))

Offizielle Eröffnung der Skiverbindung von Andermatt nach Sedrun (von links): Bernhard Russi, Urner Ständerat Josef Dittli, Samih Sawiris, Marc Girardelli, Urner Regierungsrätin Heidi Z'graggen und Franz-Xaver Simmen, CEO der Andermatt Swiss Alps AG. (Bild: PD / Kevin Obschlager (Andermatt, 10. März 2018))

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.