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Andermatt muss Nutzungsplanung überarbeiten

Die Urner Regierung hat die Nutzungsplanung der Gemeinde Andermatt nicht anerkannt. Sie verlangt, dass ein Siedlungsleitbild erarbeitet wird. Dieses soll bis Ende Jahr stehen, wie an der Gemeindeversammlung am 24. Mai zu erfahren war.
Florian Arnold

Die Urner Regierung hat die Teilrevision der Nutzungspläne von Andermatt an die Gemeinde zurückgewiesen. Dies teilte Gemeindepräsidentin Yvonne Baumann an der Versammlung vom 24. Mai mit. Die Regierung verlangt, dass die Gemeinde ein gesamtheitliches Siedlungsleitbild erstellt. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen also Umzonungen zurückgestellt werden.

«Wir wollen dies zügig an die Hand nehmen», sagte Gemeindepräsidentin Baumann. «Wir sehen es als Chance, die Raumplanung klarer zu definieren.» Die Entwicklung des Dorfbilds sei in den vergangenen Jahren geprägt gewesen vom Tourismusresort. Dieses habe die Gemeinde auch vor Herausforderungen gestellt.

Siedlungsleitbild soll Klarheit bringen

«Hotels werden zu Ferienwohnungen, aber auch Einheimische brauchen Wohnungen», so Baumann. «Für die zukünftige Entwicklung braucht es eine klare Vision und einen guten Weg dorthin.» Die Präsidentin gab sich überzeugt, dass ein Siedlungsleitbild zu Klarheit bei den Grundeigentümern führe. Das Siedlungsleitbild soll bis Ende Jahr erstellt sein. Nun sollen Offerten eingeholt werden.

An der Gemeindeversammlung waren aber auch kritische Voten gegenüber den Verantwortlichen des Tourismusresorts zu hören. Denn diese hatte Einsprache gegen eine Umzonung einer Parzelle erhoben, auf der ein vierstöckiges Wohngebäude hätte gebaut werden können. Die Landfläche grenzt an das Resort. Ein Siedlungsleitbild dürfte nun auch diesbezüglich für Klärung sorgen. In einer Arbeitsgruppe will der Kanton die Gemeinde mit Fachkräften bei der Erarbeitung unterstützen.

Planungskredit wird gutgeheissen

An der Gemeindeversammlung wurde ein Planungskredit von knapp 150'000 Franken für das Bodenschulhaus einstimmig genehmigt. Das Schulhaus soll teilsaniert werden, Erneuerungsbedürftig sind die Werkräume, die Technikzentralen, das Treppenhaus sowie das Dachgeschoss. Geplant ist auch der Einbau eines Lifts. Eine Eignungsstudie wurde im August 2017 in Auftrag gegeben, im Dezember 2017 wurde eine Kommission gegründet, und im März 2018 sind Offerten erarbeitet worden.

Eisfeld Andermatt

Eisfeld Andermatt

Nähere Informationen erhielten die Andermatter auch zur Abstimmungsvorlage zum künstlichen Eisfeld. Mit 240'000 Franken sollen die Infrastrukturelemente finanziert werden. Dazu zählen ein stabiler Holzboden, Eisbahn-Equipment wie Eismatten und Banden, Zubehör wie Eislaufhilfen und Eisstöcke, bauliche Anpassungen sowie die Projektkosten. Mit dem Betrieb wird schliesslich Andermatt-Urserntal Tourismus beauftragt werden. Über den Kredit stimmen die Andermatter im Juni an der Urne ab.

Edwin Holzer vom Gemeinderat konnte zudem die Neuigkeit verkünden, dass Samih Sawiris bereit ist, den Platz Feldküche für das Eisfeld für zehn Jahre zur Verfügung zu stellen – dies zu einer symbolischen Miete von 100 Franken pro Jahr. Der Investor finanziert zudem die Differenz zu einem Normeisfeld, sodass auf dem Eisfeld sogar offiziell Eishockey gespielt werden könnte.

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