Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ANDERMATT: Regierung glaubt an Skigebietsausbau

Die Risiken der Investitionen in das Skigebiet sind der Regierung bewusst. Wirtschaftlich gesehen machten Investitionen in Andermatt aber Sinn.
Florian Arnold
Die Regierung räumt dem Skigebiet Andermatt-Sedrun gute Chancen ein. (Bild: Keystone/Guido Roesli)

Die Regierung räumt dem Skigebiet Andermatt-Sedrun gute Chancen ein. (Bild: Keystone/Guido Roesli)

Florian Arnold

Die Regierung stellt sich klar hinter das Ausbauprojekt des Skigebiets Andermatt-Sedrun. Das macht sie in der Antwort auf eine Interpellation von Toni Moser (SP, Bürglen) deutlich. Der Interpellant hatte sich gestützt auf einen Zeitungsartikel besorgt darüber gezeigt, dass die öffentliche Hand in Zukunft stark belastet werden könnte, da Investitionen in Skigebiete zurzeit als hochrisikoreich eingestuft würden.

«Ein Restrisiko wird für die öffentliche Hand immer bestehen», gesteht die Regierung in der Antwort ein. Aber: «Aus heutiger Sicht sind im Grundsatz keine Neubeurteilungen vorzunehmen.» Die Regierung betont, bis anhin seien keine Mittel der öffentlichen Hand ausbezahlt worden, aber in den Budgets und Finanzplänen enthalten.

Die Auszahlung der gesprochenen Mittel sei an werthaltige Sicherheiten geknüpft. Ausserdem seien präventive Massnahmen bestimmt, welche die Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung verhindern sollen. Die Regierung würde es aber als «falsches Signal» erachten, den privaten Investoren das gesamte Risiko zu übertragen.

Hochschule stützt Regierung

Für die Regierung ist klar, dass die vorhandenen Skianlagen zwingend modernisiert und miteinander verbunden werden müssen, um überhaupt mit dem Markt Schritt halten zu können. Ein blosser Erhalt der Anlagen würde nicht genügen. Mit der Modernisierung werde ein attraktives Angebot geschaffen. Dabei stützt sich die Exekutive auf Studien der Hochschulen St. Gallen und Luzern. «Betriebswirtschaftlich rechnet sich das Projekt nur mit einem substanziellen Engagement seitens der öffentlichen Hand», weiss die Regierung. Dies sei aber gerechtfertigt, denn die Skianlagen seien von regionalpolitischer Bedeutung. So erhoffen sich die Verantwortlichen, die Attraktivität der Gotthardregion zu steigern und Arbeitsplätze zu generieren. Dies sei ganz im Sinn der Neuen Regionalpolitik (NRP). So beteilige sich auch der Bund mit einem Darlehen von 40 Millionen Franken, Uri und Graubünden mit Beiträgen von 5 und 3 Millionen Franken.

Die Regierung führt ins Feld, das Tourismusresort von Samih Sawiris und der Skigebietsausbau seien klar voneinander abhängig. «Eine isolierte Betrachtung des einen oder andern Projekts ist aus Sicht der öffentlichen Hand nicht zu rechtfertigen», so die Regierung. Im Idealfall würden durch das Tourismusprojekt 1000 bis 2000 Arbeitsplätze entstehen. Eine positive Entwicklung sei zudem in den umliegenden Gemeinden Göschenen, Realp und Hospental festzustellen. Die Bergbahnen müsse man als Rückgrat der Region auffassen. «Das Andermatt Swiss Alps Resort und das Skigebiet Andermatt-Sedrun sowie der Neubau des Bahnhofs der MGB sind der Ankerpunkt für die zukünftige Entwicklung der Region San Gottardo», so die Regierung.

Der Gedanke der NRP zeichne sich aus durch die Konzentration auf das wirtschaftliche Wachstum, die Initiierung von exportorientierten Wachstumsimpulsen sowie die Förderung der Stärken. «Der Ausbau des Skigebiets Andermatt-Sedrun erfüllt diese Bedingungen sehr gut», sagt die Regierung.

Höhenlage als Vorteil

Der Regierung ist bewusst, dass sich das Skigebiet erst noch im internationalen und nationalen Mark positionieren muss. Der Erfolg sei vor allem von der Entwicklung der Konkurrenz abhängig. Doch für Andermatt macht sie einen Standortvorteil aus: Höher gelegene Skigebiete, zu denen auch Andermatt zählt, seien für die Zukunft besser gewappnet. Chancen sieht die Regierung weniger im westeuropäischen Markt als vielmehr im osteuropäischen und asiatischen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.