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ANDERMATT: Schöllenen soll besser vermarktet werden

Die Schöllenen soll in ein spektakuläres Licht gerückt werden. Genehmigt ist bereits der Kredit für eine neue Unterführung.
Die Schöllenen soll aufgewertet werden. (Bild: Archiv Neue UZ)

Die Schöllenen soll aufgewertet werden. (Bild: Archiv Neue UZ)

Flurin Riedi sieht grosses touristisches Potenzial in der Schöllenenschlucht. «Wir sollten die Chance packen und viel mehr daraus machen», sagte der Direktor der Ferienregion Andermatt am Dienstag an der Offenen Dorfgemeinde. Riedi orientierte über ein neues Projekt, das die Durchführung verschiedener Events, einen Audio-Guide und eine spektakuläre Beleuchtung der Schlucht-Szenerie umfasst. «Unser Ziel ist eine Steigerung der Besucherzahlen und damit auch der Wertschöpfung.» Geplant ist die Eingabe eines NRP-Projektes. Im Verlaufe der nächsten Monate will Riedi Projektdetails präsentieren.

Langsamverkehr wird optimiert

Einem anderen Projekt in der Schöllenen steht nichts mehr im Weg: der Optimierung des Langsamverkehrs bei der Teufelsbrücke. Die Stimmbürger genehmigten an der Gemeindeversammlung oppositionslos einen dafür bestimmten Kredit in der Höhe von 130 000 Franken. Die Gemeinderechnung wird nicht belastet, weil Geld vom Aktivierungsgewinn verwendet wird, der aus der Sachübernahme der Abwasser Uri resultierte. Dieser Gewinn wird für künftige Projekte eingesetzt.

Im Bereich der Teufelsbrücke entsteht eine neue Unterführung für Fussgänger und Velofahrer sowie eine neue Parkordnung. Die Gesamtkosten für das Projekt, das 2018 ausgeführt werden soll, belaufen sich auf 2,5 Millionen Franken. Das Bundesamt für Strassen (Astra) übernimmt 1,825 Millionen Franken. Der Kanton Uri steuert 500 000 Franken bei und die Korporation Ursern 50 000 Franken.

Architekt Max Germann informierte über das geplante Senioren- und Gesundheitszentrum Ursern. Am 18. Oktober wird an der Urne über einen Kredit im Sinne eines zinslosen Darlehens von 2 Millionen Franken abgestimmt. Seit Jahren laufen Bestrebungen, in Andermatt ein solches Zentrum zu verwirklichen. Das Projekt soll nun an der Gotthardstrasse realisiert werden, und zwar dort, wo jetzt noch das Postgebäude steht.

Zum Projektperimeter gehört auch die benachbarte Parzelle, auf der sich zwei alte Militär-Villen befinden. Landbesitzerin ist jedoch die Korporation Ursern. Das Postgebäude soll abgerissen und durch einen viergeschossigen Neubau ersetzt werden. In diesem wird das neue Seniorenzentrum mit 30 Betten untergebracht. Während der Bauzeit soll die Post in ein Provisorium übersiedeln, dann aber wieder in den Neubau zurückkehren, allerdings nur mit einem Kundenschalter. Die südliche Militär-Villa wird in ein Gesundheitszentrum mit Arztpraxis, Zahnarztpraxis, Physiotherapie, Hörmittelzentale und weiteren Dienstleistungen umgebaut. Als Partner beteiligt sich auch das Kantonsspital Uri, das eine Notfallstation einrichten will.

Projekt für zwei Generationen

Das Gesundheitszentrum soll im August 2016 in Betrieb genommen werden, das Seniorenzentrum vor Weihnachten 2017. Die Kosten für das Projekt sind mit 17,8 Millionen Franken veranschlagt. Die Eigenmittel belaufen sich auf rund 8 Millionen Franken, wobei der Kanton Subventionen von 1,98 Millionen Franken zugesichert hat. Die Gemeinde steuert 2 Millionen Franken bei, sofern die Stimmbürger dem Kredit im Sinne eines zinslosen Darlehens, das rückforderbar ist, zustimmen. «Unsere Rechnung wird mit jährlich 20 000 bis 30 000 Franken belastet. Das ist durchaus tragbar», sagte Gemeindepräsident Roger Nager. «Vor allem, wenn man bedenkt, dass es sich um ein langfristiges Projekt für zwei Generationen handelt.» An der ausserordentlichen Talgemeinde der Korporation Ursern wird am 1. Oktober unter anderem über den Kauf der Post entschieden und allenfalls auch der Baurechtszins für die Stiftung Betagten- und Pflegeheim Ursern festgelegt.

Urs Hannhart

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