ANDERMATT: Umweltverbände fordern eine Schutzzone im Urserntal

Die Differenzen zwischen dem SAC und den Umweltverbänden bleiben – trotz Aussprache. Umstritten ist das Unteralptal.

Anian Heierli
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Die Umweltverbände fordern eine Schutzzone im Urserntal. (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)

Die Umweltverbände fordern eine Schutzzone im Urserntal. (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)

Mitglieder des Schweizerischen Alpen-Clubs (SAC) und der Umweltverbände WWF, Pro Natura, der Stiftung Landschaftschutz Schweiz sowie Mountain Wilderness hielten am Donnerstag eine Krisensitzung ab. Differenzen in puncto geplanter Skiarena Andermatt-Sedrun des ägyptischen Investors Samih Sawiris führten zum Treffen.

Im Vorfeld der Sitzung hat der SAC frühere Einwände am Grossprojekt unerwartet zurückgezogen. Und das ist den Umweltverbänden sauer aufgestossen. Die Alpenschutzorganisation Mountain Wilderness hat dem SAC sogar vorgeworfen, er sei erpressbar. Dieser hätte die Forderungen zurückgezogen, weil die Korporation Ursern massiv Druck auf den SAC ausübte. Und zwar, indem man die künftige Verlängerung der Baurechtsverträge für die SAC-Hütten Vermigel und Albert Heim in Frage gestellt hat.

Der SAC unterstützt neu den kantonalen Entwurf eines Schutzzonenreglements fürs Unteralptal, anstatt wie bislang härtere Massnahmen zu fordern. «Die Umweltverbände wollen für einzelne Perimeter im Andermatter Unteralptal für Wanderer und Freizeitsportler eine Wegpflicht», betont Conradin. Damit will man die empfindliche Moorlandschaft schützen. Zudem fordern die Umweltverbände im Bereich der Moore ein Beweidungsverbot. Der SAC hingegen ist nicht nur Schützer, sondern auch Nutzer. Deshalb besteht für ihn ein touristisches Interesse am Gebiet.