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ANDERMATT: Urner stirbt bei Skiunfall

Am Samstagmittag fuhren fünf Jugendliche Skifahrer aus Uri im Skigebiet Gemsstock abseits der Piste. Während der Abfahrt, auf einer Höhe von ca. 2400 m.ü.M., löste sich eine Lawine. Die Schneemassen rissen drei der fünf Skifahrer mit sich und verschütteten diese teilweise.
Bruno Arnold
Ein Rega-Helikopter im Einsatz (Symbolbild). (Bild: PD)

Ein Rega-Helikopter im Einsatz (Symbolbild). (Bild: PD)

Am vergangenen Samstag, 7. Januar, kurz nach 15 Uhr, wollten fünf Jugendliche aus dem Kanton Uri vom Gemsstock über den oberen Geissberg abseits der Pisten zur Gurschenalp hinunterfahren. Da die Gletscherpiste momentan noch gesperrt ist, fuhren sie über die markierte Route Gurschenstock.
Auf zirka 2640 Meter über Meer verliessen die zwischen 13 und 16 Jahre alten Skifahrer die markierte Abfahrtsroute und traversierten in der Folge die dortigen Hänge Richtung Nordosten. «In diesem Gebiet sind immer wieder Freerider oder auch Variantenfahrer unterwegs, die via Lutersee/oberer Geissberg auf die Gurschenalp gelangen wollen», sagte Pistenchef Carlo Danioth am Sonntag gegenüber unserer Zeitung.
Die Jugendlichen, die ohne Lawinensuchgeräte oder weitere Hilfsmittel unterwegs waren, fuhren in der Folge in den über 40 Grad steilen Nordhang oberhalb des Luterseelis hinein. Dabei dürfte sich auf einer Höhe von rund 2450 Metern ein Schneebrett gelöst haben.

Zwei der Jugendlichen konnten sich retten, die andern drei wurden von den Schneemassen mitgerissen und stürzten rund 120 bis 130 Meter über felsdurchsetztes Gebiet in die Tiefe. Sie wurden dabei teilweise auch verschüttet.

Grund für Schneebrett ist noch unklar

Die beiden unverletzten Jugendlichen lösten sofort Alarm aus und begannen bis zum Eintreffen der Rettungskräfte mit der Lokalisierung und Bergung ihrer Kollegen. Einer der drei jungen Urner konnte allerdings nur noch tot geborgen werden. Die beiden andern zogen sich mittelschwere bis schwere Verletzungen zu, unter anderem Arm- und Beinbrüche. Sie wurden mit der Rega in umliegende Spitäler geflogen.
Gemäss Stefan Simmen, Pikettoffizier der Kantonspolizei Uri, befinden sich aber beide Jugendlichen ausser Lebensgefahr. «Ob die Jugendlichen das Schneebrett selber ausgelöst haben oder ob andere äussere Umstände – wie etwa Wind oder labile Schneedecke – dazu geführt haben, ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen», hielt Stefan Simmen am Sonntag auf Anfrage fest.

Care-Team betreut die Angehörigen

Beim Ereignis vom Samstag standen neben der Rega die Pistenrettung der Sportbahnen, die Swiss Helicopter AG, die SAC-Rettungsstation Lucendro, Gebirgsspezialisten und Einsatzkräfte der Kantonspolizei Uri im Einsatz. Für die Betreuung der Angehörigen wurde zudem das Care-Team Uri aufgeboten.

Bruno Arnold
bruno.arnold@luzernerzeitung.ch

«In diesem Gebiet sind immer wieder Freerider oder auch Variantenfahrer unterwegs», sagt Carlo Danioth Pistenchef, Andermatt-Gotthard-Sportbahnen. (Bild: Philipp Schmidli (2. Januar 2009))

«In diesem Gebiet sind immer wieder Freerider oder auch Variantenfahrer unterwegs», sagt Carlo Danioth Pistenchef, Andermatt-Gotthard-Sportbahnen. (Bild: Philipp Schmidli (2. Januar 2009))

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