ANDERMATT: «Vorwarnsystem» für Tourismusresort

Wie sich das Tourismus-Grossprojekt in Andermatt auf die Bevölkerung auswir­ken wird, will die Hochschule Luzern in einer Studie erforschen.

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Übersicht der Stadt Andermatt. (Bild EQ)

Übersicht der Stadt Andermatt. (Bild EQ)

Generell erwartet man in Andermatt, dass die «Abwärts-Entwicklung» durch neu geschaffene Arbeitsplätze gestoppt wird. Dennoch sind die kurz- und langfristigen Folgen des Grossprojektes auf die sozialen Strukturen der Gemeinde Ander­matt nur schwer vorhersehbar, wie die Hochschule Luzern – Soziale Arbeit in einer Mitteilung schreibt.

Befürchtet werde eine Verunsicherung der ansässigen Bevölkerung, heisst es in der Mitteilung weiter. Bestehende Werte werden sich rasch verändern, Überfremdungsgefühle werden aufkommen – verursacht durch eine grosse Überzahl an Gästen und auswärtigen Arbeitskräften. Insgesamt erwartet man, dass sich ältere Menschen aus der Gemeinde zurückziehen und ein verbessertes kulturelles und sportliches Angebot für junge Leute entsteht.

Mit der Studie sollen negative Auswirkungen auf die Bevölkerung frühzeitig erkannt werden. Es sei eine Art «Vorwarnsystem». Die Langzeitstudie dauert bis 2018 und wird vom Kanton Uri, der Gemeinde Andermatt, dem Bund (Seco) und der Hochschule Luzern finanziert.

sab