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ANDERMATT: «Wir sind extrem zufrieden»

Das erste Andermatt Swiss Alps Classics Festival ist Geschichte. Initiator Peter Michael Reichel zieht nach den fünf Konzerten und sechs Vorträgen eine äussert positive Bilanz.
Der Pianist Igor Levit beim Eröffnungskonzert des Andermatt Swiss Alps Classics Festivals. (Bild: Keystone/Alexandra Wey (Andermatt, 25. Juni 2017))

Der Pianist Igor Levit beim Eröffnungskonzert des Andermatt Swiss Alps Classics Festivals. (Bild: Keystone/Alexandra Wey (Andermatt, 25. Juni 2017))

Bereits im ersten Jahr hat das Andermatt Swiss Alps Classics Festival die Erwartungen von Initiator Peter Michael Reichel übertroffen. «Wir hatten mit 700 bis 800 Besuchern gerechnet, nun liegen wir bei zirka 1000», heisst es in einer gestern veröffentlichten Medienmitteilung der Verantwortlichen. Dies sei umso erstaunlicher, da Lang Lang, das ursprüngliche Aushängeschild des Festivals, kurzfristig habe absagen müssen.

Igor Levit, der für Lang Lang am Eröffnungsabend einsprang, habe sich als Glücksfall erwiesen. Die Umgestaltung der Mehrzweckhalle in einen stilvollen Konzertraum, das wunderschöne Ambiente der katholischen Kirche St. Peter und Paul in Andermatt, der mystische Kristallsaal Sasso San Gottardo sowie die (Konzert-)Räumlichkeiten im Hotel The Chedi seien perfekte Schauplätze gewesen.

Während der Woche noch Potenzial nach oben

Vor allem während der Woche gäbe es Potenzial nach oben, meint Reichel. Eine erste Idee sei, die Fachvorträge auf Thementage – zum Beispiel einen «Goethetag» – zu konzentrieren. Zudem musste das Konzert mit Chen Reiss, dem Trompeter Hans Peter Schuh und dem Orchester Wiener Akademie aus technischen Gründen auf 2018 verschoben werden.

Auch der künstlerische Leiter des Festivals, Professor Dr. Clemens Hellsberg, äussert sich sehr zufrieden über die Festivalwoche. «Das künstlerische Ergebnis ist dank der grandiosen Künstlerinnen und Künstler den Erwartungen voll und ganz gerecht geworden. Die verschiedenen Aufführungsorte bewährten sich, auch in akustischer Hinsicht.» Das Konzept der Intimität der Orte und der Nähe der Ausführenden zum Publikum habe sich bestätigt. «Die Künstler verhalten sich anders als in der Anonymität der Grossstadt.»

Künstler von Atmosphäre begeistert

Igor Levit, Olga Peretyatko, Herbert Lippert, die Philharmonia Schrammeln, Isabel Karajan, die Mitglieder des Swiss Alps Chamber Ensembles, Emmanuel Tjeknavorian und Maximilian Kromer seien sehr gerne in Andermatt gewesen und hätten sich von der Atmosphäre begeistert gezeigt, wird Hellsberg in der Mitteilung zitiert.

Besonders erfreulich und bemerkenswert sei, dass das Publikum «äusserst konzentriert und aufmerksam war», obwohl das musikalische Programm anspruchsvoll gewesen sei. Dass die Vorträge nicht so gut besucht waren, «wie sie es sich verdient hätten», bedauert Hellsberg, denn «auch für Kenner gab es neue Aspekte und Erkenntnisse aus der Mozart-Forschung».

«Die Chefin des Organisationskomitees, Sandra Reichel, und ihr Team haben ganze Arbeit geleistet, um die Ideen hinsichtlich des ersten Festivals umzusetzen», heisst es in der Mitteilung. «Die kleinsten Details wurden bedacht, für das Publikum sollte jeder Besuch ein Erlebnis sein.» Besonders wichtig sei für Sandra Reichel gewesen, «dass das Festival in der Region verankert wurde».

Einbindung der Einheimischen pflegen

«Das ist gelungen», resümiert Sandra Reichel, «so zum Beispiel durch die Auftritte des Cäcilienvereins Andermatt und der Alphornbläser. Wir wollen die Einbindung der Menschen in der Region weiter pflegen, sie liegt uns sehr am Herzen.»

«Ein guter Start, eine lebendige Festivalwoche, die hinter uns liegt, schaffen gute Voraussetzungen für eine kreative Weiterentwicklung», sind sich Initiator Reichel und der künstlerische Leiter Hellsberg einig. «Das Programm für 2018 wird im Herbst fertig sein, sodass Publikum, Medien, Veranstalter von Klassikreisen et cetera früh genug informiert sind, um noch mehr Klassikfreunde und interessierte Gäste in die Region rund um Andermatt zu bringen.» (red)

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