ANDERMATT: Zonenplanung für Skiinfrastruktur genehmigt

Der Regierungsrat hat die Teilzonenplanung für die Skiinfrastrukturen in Andermatt genehmigt. Gleichzeitig hat er die Beschwerde der Umweltverbände als erledigt abgeschrieben, da sie zurückgezogen wurde. Der Regierungsrat hat die Genehmigung aber mit Auflagen verbunden.

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Ein bereits bestehender Sessellift am Gemsstock in Andermatt. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Ein bereits bestehender Sessellift am Gemsstock in Andermatt. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Mit der erzielten Einigung seien nun die raumplanerischen Grundlagen für die neue Skiarena Andermatt-Sedrun gelegt, informiert die Standeskanzlei Uri. Verfahrensmässig sei eine weitere wichtige Hürde beim Grossprojekt erfolgreich geschafft, so der Regierungsrat. Umweltschützer befürchteten, dass durch die grossen Dimensionen der Zonenplanung noch Hintertüren für weitere Pisten offen bleiben. Die Auflgen wirken diesem Sachverhalt aber entgegen, sodass die Umweltverbände die Beschwerde zurückgezogen haben.

Kleinere Zonen und beschränkte Nutzung

Der Regierungsrat hat die Genehmigung nur mit konkreten Auflagen erteilt. So hat er die in der Zone für Sport und Freizeitanlagen vorgesehene Mantelnutzung nicht genehmigt, jedoch Vermietungsstationen, Kioske und den Verkauf regionaler Produkte als zulässig erklärt. Zudem hat er im Gebiet Nätschen die Nutzung für Beherbergungszwecke auf Jugendherbergen und Lagerhäuser eingeschränkt.

Unter anderem hat der Regierungsrat auch die Gemeinde dazu aufgefordert, die Zone für Wintersport an konkreten Lagen innert drei Jahren zu verkleinern. Dazu gehören die Zonen an für Lawinenfernsprenganlagen vorgesehenen Standorten sowie jene im Gebiet Scheehühnerstock - Fellilücke - Oberalp. Ebenfalls soll die Tourismuszone E Oberalp drei Jahre nachdem der Quartiergestaltungsplan in Kraft tritt, redimensioniert werden. Auch innert drei Jahren muss die Gemeinde die Zone für Sport- und Freizeitanlagen im Bereich Gurschen, Nätschen, Gütsch und Oberalp verkleinern. Diese soll sich anschliessend auf die Fläche der bestehenden und notwendigen neuen Bauten und Anlagen und deren unmittelbare Umgebung beschränken.

Umweltschützer befürchteten, dass durch die grossen Dimensionen der Zonenplanung Hintertüren für weitere Pisten offen bleiben. Die Auflgen wirken diesem Sachverhalt entgegen, sodass die Umweltverbände die Beschwerde zurückgezogen haben.

Erste Arbeiten noch dieses Jahr

Nun steht die Plangenehmigung und die Konzessionserteilung durch das Bundesamt für Verkehr noch aus. Falls diese, wie von der Andermatt Swiss Alps AG erwartet, noch im Spätsommer erfolgen, könnten die ersten Arbeiten im Skigebiet noch in desem Jahr starten.

pd/spe