Andermatt
Snowboardcross-Weltmeisterin Julie Pomagalski und weiterer Freerider aus Frankreich sterben in Lawine

Eine Gruppe aus Frankreich hat am Dienstag ein Schneebrett ausgelöst, als sie sich am Gemsstock auf eine Abfahrt begab. Zwei von ihnen wurden davon begraben. Unter den toten Personen befindet sich die Ex-Profisnowboarderin Julie Pomagalski.

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Julie Pomagalski beim Parallelslalom in Arosa an den Snowboard-Weltmeisterschaften in Arosa 2007.

Julie Pomagalski beim Parallelslalom in Arosa an den Snowboard-Weltmeisterschaften in Arosa 2007.

Bild: Keystone
(lur/zfo)

Kurz vor dem Mittag hat die Kantonspolizei Uri am Dienstag die Meldung zu einem Lawinenniedergang im Bereich Steintäler im Unteralptal in Andermatt erhalten, wie sie mitteilt. Eine vierköpfige Gruppe Freerider aus Frankreich befand sich auf der Abfahrt vom Gemsstock. Plötzlich löste sich dabei aus noch ungeklärten Gründen ein Schneebrett. In der Folge rutschten drei Personen mit der Lawine den Hang hinunter.

Eine Person wurde dabei leicht verletzt und wurde durch die Rega ins Kantonsspital Uri geflogen. Die zwei anderen Personen wurden komplett verschüttet. Für sie kam jede Hilfe zu spät.

Eine der tödlich verunfallten Personen ist die 40-jährige Julie Pomagalski. Die ehemalige Profi-Snowboarderin bestritt bis 2007 ihren Lebensunterhalt mit dem Sport. Ihr grösster Erfolg war die Goldmedaille im Snowboardcross an der Weltmeisterschaft 1999 in Berchtesgaden.

Im Einsatz stand die Rettungsstation Andermatt-Göschenen, die SOS-Station Gemsstock, zwei Lawinensuchhunde der ARZ, Swiss Helicopter, die Rega, die Care Teams aus Nidwalden und Uri, ein lokales Bestattungsunternehmen, der Urner Kantonsarzt, die Staatsanwaltschaft sowie die Kantonspolizei Uri.

Bereits am Freitag hatte ein Freerider im Bereich Gemsstock eine Lawine ausgelöst.