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Armee-Helikopter im Maderanertal abgestürzt

Im Kanton Uri ist ein Luftwaffen-Helikopter abgestürzt. Die beiden Piloten sind schwer verletzt.

Ein Helikopter der Schweizer Luftwaffe ist am Nachmittag im Maderanertal im Kanton Uri abgestürzt. Während der leicht verletzte Loadmaster im Spital ist, waren die zwei schwer verletzten Piloten um 21 Uhr immer noch im Wrack eingeklemmt.

Der Unfall ereignete sich im Rahmen eines Umschulungskurses für die Cougar-Helikopter. Die Maschine war um 13 Uhr 50 Uhr in Alpnach gestartet. Um 15 Uhr 45 empfing die Rega ein Notsignal.

Die Luftwaffe versuchte mit einem FA18 und einem Super-Puma eine Peilung vorzunehmen, doch erwies sich diese des schlechten Wetters wegen als sehr schwierig.

Ärztin betreut Verletzte

Erst um 18 Uhr konnte man erstmals beim Wrack landen und den leicht Verletzten bergen und ins Spital fliegen. Später konnte auch eine Ärztin der Rega am Unfallort abgesetzt werden. Sie betreut die schwer verletzten, eingeklemmten Piloten, die bei Bewusstsein sind.

Über die Art der Verletzungen konnte die Luftwaffen an einer Medienkonferenz am Abend in Alpnach noch keine genaueren Angaben machen. Die beiden Piloten - der Kommandant und sein Schüler, beides erfahrene Heli-Piloten - erlitten aber diverse Brüche.

Zurzeit versucht man laut Divisionär Bernhard Müller das Wrack aufzuschneiden. Die tief verschneite Unfallstelle liegt auf rund 2300 Metern Höhe ganz hinten im Maderanertal, südlich des Grossen Schärhorns. Sie ist zurzeit auf dem Landweg nicht erreichbar.

Das Wrack des Helikopters liegt seitwärts im Schnee, ist noch ganz, jedoch schwer beschädigt. Erschwert wurden die Bergungsarbeiten durch das wechselhafte Wetter mit zeitweise starker Bewölkung.

Zweiter Unfall mit Cougar

Der Untersuchungsrichter hat, wie an der Medienkonferenz zu erfahren war, seine Arbeit aufgenommen. Für die Angehörigen der Verletzten wurde ein Care Team bereitgestellt. Auch wurde ein Gebirgsdetachement in den Kanton Uri verschoben.

Beim verunfallten Helikopter handelt es sich um einen französischen Cougar, eine Weiterentwicklung des Super Puma. Insgesamt hat die Luftwaffe 27 Maschinen vom Typ Super Puma beziehungsweise Cougar. Sie fassen bis zu 18 Passagiere oder vier Tonnen Ladung.

Es ist der zweite Unfall mit einem Super Puma/Cougar seit 1987 und der erste, der in der Ausbildung stattfand. Der Unfall ereignete sich in der dritten Woche eines Umschulungskurses für Cougar in Alpnach.

Dieser dauert insgesamt sechs Wochen. Den fünf Teilnehmern stehen fünf Fluglehrer zur Seite. Es sind total 30 Flugstunden zu absolvieren, 16 davon im Simulator in Emmen.

Helikopter-Absturz in Tirol

Der Absturz im Maderanertal war das zweite Helikopterunglück am Mittwoch mit Schweizer Beteiligung. Am Morgen war der Helikopter des österreichischen Innenministeriums in Tirol abgestürzt. Unter den vier Personen an Bord war auch ein Angehöriger des Schweizer Grenzwachtkorps, wie die Zollverwaltung mitteilte.

Der Grenzwächter war als Hospitant in einer Weiterbildung auf dem Landespolizeikommando Tirol in Innsbruck. Er galt am Abend noch als vermisst. Der Helikopter stürzte in den Achensee und sank offenbar. An der Unglücksstelle ist der See rund 60 Meter tief. Die Absturzursache ist nicht bekannt.

sda


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