ASYL: In Uri sollen künftig vermehrt Migranten Landsleute beraten

In Uri sollen künftig Schlüsselpersonen Migranten aus dem eigenen Kulturkreis unterstützen und bei der Integration beraten. Der Regierungsrat will mit dem nächsten kantonalen Integrationsprogramm 2018 bis 2021 ein entsprechendes Angebot schaffen.

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Die Anforderungen an die Integration von Ausländerinnen und Ausländern sollen erneut verschärft werden. (Symbolbild) (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Die Anforderungen an die Integration von Ausländerinnen und Ausländern sollen erneut verschärft werden. (Symbolbild) (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Die Urner Regierung publizierte am Dienstag ihren Entwurf für das neue vierjährige Integrationsprogramm. Es sieht neben neuen Massnahmen auch die Weiterführung bestehender Konzepte etwa mit Erstbegrüssungsgesprächen in allen Gemeinden und Deutschkursen vor.

Zu den geplanten Neuerungen zählt das Projekt «Netzwerk von Schlüsselpersonen». Diese noch nicht bestimmten Personen könnten eine schwierig erreichbare Zielgruppe aufsuchend beraten, Angebote bekannter machen oder an weitere Stellen verweisen, heisst es im Bericht. Die Arbeiten für das neue Angebot sollen noch 2017 starten.

Eine weitere neue Massnahme ist das Pilotprojekt «Ansprechstelle Familienfragen und frühe Kindheit». Die Stelle soll die Koordination und die Bekanntmachung von Massnahmen im Bereich der frühen Förderung sicherstellen.

Der Regierungsrat rechnet beim neuen Integrationsprogramm mit jährlichen Kosten von rund 715'000 Franken. Diese sollen aus Kantons- und Bundesbeiträgen gedeckt werden. Uri steuert dabei rund 285'000 Franken bei. Das Integrationsprogramm 2018 bis 2021 befindet sich bis Ende Mai in der Vernehmlassung.

(sda)