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ASYL: Urner Gemeinden gegen fixen Verteilschlüssel für Asylbewerber

Die Mehrheit der Urner Gemeinden unterstützen den Vorschlag einer Expertengruppe, auf einen fixen Verteilschlüssel für Asylbewerber zu verzichten. Zu diskutieren hingegen gab die Kostenteilung des Deutsch- als-Zweitsprache-Unterrichts.
Ein Flüchtling in einer Asylunterkunft. (Bild: Keystone/Alexandra Wey)

Ein Flüchtling in einer Asylunterkunft. (Bild: Keystone/Alexandra Wey)

Nach dem Streit um eine kantonale Asylunterkunft in Seelisberg im vergangenen Jahr hatte der Urner Regierungsrat eine Expertengruppe mit einer Gesamtschau zum Asylwesen im Kanton beauftragt. Der Bericht lag Anfang April vor und wurde dann in die Vernehmlassung geschickt.

In der Vernehmlassung begrüssten die Gemeinden die vorgeschlagenen Massnahmen mehrheitlich, wie die Urner Regierung am Dienstag mitteilte. Der Vorschlag, dass in Uri Asylbewerber auch künftig nicht nach einem festen Verteilschlüssel den Gemeinden zugeteilt werden sollen, sei nur von einer Gemeinden nicht unterstützt worden.

Weiter unterstützt laut Regierung eine grosse Mehrheit der 20 Urner Gemeinden den Vorschlag, für eine zweijährige Versuchsphase eine aus Kantons- und Gemeindevertretern zusammengesetzte Steuerungsgruppe Asyl- und Flüchtlingswesen einzusetzen.

Zu Diskussionen zwischen Kanton und Gemeinde kam es bei der Frage nach der Kostenteilung des DaZ-Unterrichts (Deutsch als Zeitsprache) für asylsuchende Kinder. Der Regierungsrat beauftragte deshalb die Bildungs- und Kulturdirektion, eine Lösung für die Finanzierung zu entwerfen und ihm bis Ende 2017 zum Entscheid zu unterbreiten. (sda)

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