ASYLWESEN: Asylzentrum in Realp schliesst vorzeitig

Der frühe Wintereinbruch wirkt sich auch auf die Unterbringung der Asylbewerber aus. Wegen des Schnees und weil die Zahl der Asylbewerber rückläufig ist, wird das Asylzentrum bei Realp bereits am 25. Oktober geschlossen.

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Werden ihr neues «Zuhause» bald wieder verlassen müssen: Zwei Asylbewerber vor dem Zentrum Schweig in Realp. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Werden ihr neues «Zuhause» bald wieder verlassen müssen: Zwei Asylbewerber vor dem Zentrum Schweig in Realp. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Weil es zu wenig Asylgesuche gibt, besteht kein Bedarf, die Asylunterkunft in Realp länger zu betreiben. Das sagt Michael Glauser, Sprecher des Bundesamts für Migration (BFM) gegenüber dem «Regionaljournal Zentralschweiz». Mit der Gemeinde Realp hat das Bundesamt im Juli jedoch einen Vertrag für ein halbes Jahr abgeschlossen. Dieser würde erst Mitte November auslaufen und wird somit früher beendet.

Ende Oktober werden nun die noch rund 60 verbleibenden Asylsuchenden von Realp auf die sogenannten Empfangs- und Verfahrenszentren des Bundes verteilt. Dort hat es laut Glauser genügend Plätze.

Das BfM erwartet zwar, dass der Schnee in Realp wieder schmilzt. Die Situation sei unproblematisch, der Betrieb des Zentrums werde aber aufwendiger, sagte Glauser. Da die Zahl der Asylgesuche gesunken sei, habe man genügend Spielraum, um die Asylbewerber anderswo unterzubringen.

nop/sda