ATTINGHAUSEN: Bahn befördert weniger Gäste

Bei der Brüsti-Bahn blickt man auf ein durchzogenes Jahr zurück. Nach Problemen muss das Zugseil erneut ersetzt werden.

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Bei der Brüsti-Bahn hat man ein tieferes Jahresergebnis eingefahren. (Bild: PD)

Bei der Brüsti-Bahn hat man ein tieferes Jahresergebnis eingefahren. (Bild: PD)

gw. «Der Start des Geschäftsjahrs 2014 ist wegen Schneemangels und den vielen Föhnphasen alles andere als optimal gewesen», sagte Verwaltungsratspräsident Reto Gisler in seinem Jahresrückblick. «Obwohl der Juni und vor allem der Herbst positive Zahlen lieferten, drückte der verregnete Sommer die Besucherzahlen bei der Luftseilbahn AttinghausenBrüsti.» Als dann noch zur Hauptwanderzeit im Surenengebiet ein massiver Steinschlag den Wanderweg unterbrochen habe und der Weg dadurch während mehrerer Wochen gesperrt werden musste, sei dadurch das Wandern vom Brüsti über die Eggen nach Engelberg massiv erschwert worden, so der Präsident. «Unter dem Strich müssen wir von einem zehnprozentigen Rückgang beim Personenverkehr berichten, bei gleichbleibendem Güterverkehr», erklärte Reto Gisler am Montagabend an der 41. GV den Aktionären.

Dafür verlief der Verkauf der Saisonkarten in Zusammenarbeit mit dem Skilift Zgraggen zufriedenstellend. Verwalter Ruedi Faustinelli teilte mit, dass auf der zweiten Sektion 38 496 Personen befördert wurden, dies sind rund 2000 weniger als im Vorjahr. 9729 Personen benutzen die untere Sektion, das ist ein Rückgang um 2797 Fahrgästen. Deshalb ist das Jahresergebnis mit fast 190 000 Franken gegenüber dem Vorjahr um rund 22 000 Franken zurückgegangen respektive liegt 10 Prozent unter dem Jahresdurchschnitt der letzten fünf Jahre. Durch Auflösung von Rückstellungen von 24 500 Franken konnte Faustinelli in der Erfolgsrechnung doch noch einen kleinen Gewinn von 335 Franken präsentieren; dies bei einem Aufwand von 207 083 Franken. Die Statuten wurden vereinfacht und ohne grosse inhaltliche Änderung den neuesten Gegebenheiten angepasst.

Paradies für Sportler

Wer eine intakte Fauna und Flora in ruhiger Natur erleben will, ist in den Sommermonaten auf dem Brüsti am richtigen Ort. Nicht nur Wanderer finden prächtige Routen vor, auch Mountainbiker haben das Ferienparadies für sich entdeckt. Im Winter finden die Ski- und Snowboardfahrer gut präparierte Pisten, und für die Skitourenfahrer ist das Eggenmandli eine sehr beliebte Tour. Für die Schneeschuhwanderer gibt es in der Umgebung Brüsti bis Chulmen markierte Routen in unberührter Natur. «Die zahlreichen gut organisierten Veranstaltungen während der Sommer- und Herbstmonate sorgen für zufriedene Gäste und sind beste Werbung für unser Naherholungsgebiet», so der Präsident.

Für ihn sei die Sanierung des Wohnhauses bei der Mittelstation der Höhepunkt des Jahres gewesen, sagte Gisler. Das im Jahre 1954 erbaute Haus wurde einer Komplettsanierung unterzogen. Die meisten Handwerksarbeiten wurden im Januar bis März ausgeführt und waren sehr umfassend. «So zeigt sich das Haus heute nun, insbesondere energietechnisch, auf dem aktuellsten Stand, und auch über die sanierten Wohnräume kann man sich erfreuen», sagte Gisler weiter. «Dank der Umgestaltung des Vorplatzes wirkt das Erscheinungsbild unserer Anlage perfekt.»

Ärger mit dem Zugseil

Im April 2013 wurde das alte Zugseil von der Firma Fatzer ersetzt. «Seit dieser Zeit gab es immer wieder Schwierigkeiten und Probleme mit dem neuen Zugseil», erklärte der technische Leiter, René Infanger. So musste dieses schon nach kurzer Zeit um 80 Zentimeter und auch im April 2014 nochmals um 130 Zentimeter verkürzt werden. Der Ärger rührte daher, weil das stark gefettete neue Seil manchmal in der Nacht auf dem Laufrad ein paar Zentimeter rutschte und so die Seilbahnkabine bewegte; dies führte immer wieder dazu, dass der Alarm ausgelöst wurde. «Positiv ist, dass die Firma Fatzer immer einen Topservice bot und bei jeder Störung sofort zur Stelle war», so der technische Leiter.

Das Zugseil sei ein neues Produkt gewesen, das nicht zur Bahn gepasst habe, kamen die Verantwortlichen zum Schluss. Deshalb wird am 26. und 27. Mai das störungsanfällige Seil auf Kosten der Herstellerfirma durch ein neues ersetzt. Im technischen Bericht wird die Arbeit des Betriebsleiters René Zurfluh mit seinen drei Teilzeitangestellten gelobt und festgestellt, dass er die Sicherheit des Bahnbetriebes jederzeit gewährleistet habe und die Anlage in einem einwandfreien Zustand sei.