Attinghausen-Brüsti
Nach ungewisser Zukunft: Naherholungsgebiet Brüsti war diesen Winter ein beliebtes Ausflugsziel

Viel Schnee, gute Pistenbedingungen und eine Bahn, die fährt: Viele Wintersportler zog es diesen Winter ins Gebiet Brüsti. Und das trotz Corona und entsprechender Einschränkungen.

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Das Naherholungsgebiet Brüsti im Winterkleid.

Das Naherholungsgebiet Brüsti im Winterkleid.

Bild: PD

(inf) Trotz erschwerter Bedingungen durch Covid-19 kann die Luftseilbahn Attinghausen-Brüsti AG (kurz LAB AG) auf eine erfolgreiche Wintersaison 2020/21 zurückblicken. Auch wenn die Seilbahnen und das Berggasthaus Alp Catrina nur zeitweise reduziert betrieben werden konnten, begünstigten der viele Schnee und die sehr guten Pistenverhältnisse ein reges Aufkommen vieler Wintersportlerinnen und Wintersportler auf dem Brüsti, wie die Verantwortlichen der Luftseilbahn Attinghausen-Brüsti AG in einer Mitteilung schreiben.

Ab 19. April werden nun die Revisionsarbeiten der Laufwerke der Seilbahnanlagen durchgeführt. Während gut einer Woche ist daher in der oberen Sektion der Bahnbetrieb eingestellt. Anschliessend startet die Luftseilbahn Attinghausen-Brüsti Anfang Juni in die neue Sommersaison mit der Wiedereröffnung des Berggasthauses Alp Catrina. Anfang 2021 stellte der Verwaltungsrat der LAB AG mit Andreas Arnold einen neuen Geschäftsführer ein. Dieser soll nebst dem täglichen Geschäft die nun anstehenden, geplanten Projekte wie Unterhaltsarbeiten des Berggasthauses Alp Catrina oder die Neugestaltung eines Spielplatzes und Kinderskilands vorantreiben.

Luftseilbahn mit bewegender Vergangenheit

Blickt man zwei Jahre zurück, so stand der Skibetrieb auf dem Brüsti vor dem Aus. Die Brüsti Immobilien AG war die Besitzerin der Skiliftanlage Kulmli und des Berggasthauses Z'Graggen und stand zum Verkauf. Nachdem ein Projekt für eine geplante Verbindungsbahn von der Seilbahn-Bergstation zur Skilift-Bergstation gescheitert war, weil ein Landbesitzer kein Überfahrtsrecht über sein Grundstück gewährte, stieg der potenzielle Investor aus dem Projekt aus, was für den Skibetrieb das Aus bedeutete. Die LAB AG setzte jedoch alles daran, den Skibetrieb aufrechtzuerhalten und pachtete für die Wintersaison 2019/20 den Skilift vom damaligen Besitzer und konnte somit den Winterbetrieb 2019/20 sichern. Im Frühling 2020 zeichnete sich mit der Korporation Uri als Grundeigentümerin und Baurechtsgeberin des Berggasthauses Z'Graggen und von Teilen des Skilifts Kulmli eine Lösung ab.

Trotz Einschränkungen zog es viele Wintersportler ins Skigebiet Brüsti.

Trotz Einschränkungen zog es viele Wintersportler ins Skigebiet Brüsti.

Bild: PD

Die Korporation Uri beabsichtigte die zum Verkauf stehende Brüsti Immobilien AG zu erwerben und zu einem angemessenen Preis das Berggasthaus sowie den Skilift an die LAB AG weiterzuverkaufen. Da die LAB AG mit den Bergbahnen Disentis einen neuen Investor gefunden hatte, konnten die beabsichtigten Kauf- und Investitionspläne vorangetrieben werden. Als gleichwertiger Partner zu den Bergbahnen Disentis beteiligte sich auch die Gemeinde Attinghausen, gestützt durch das Attinghauser Stimmvolk, welches im September 2020 an der Urne die finanzielle Unterstützung für das Brüsti mit grosser Zustimmung zusicherte. Somit waren zwei Grossaktionäre und Geldgeber für die geplante Aktienzeichnung gefunden, welche zusätzlich mit vielen Kleinaktionären zu einem grossen Erfolg führte. Damit wurden die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft auf dem Brüsti gestellt.