Attinghausen

Ein deutliches Ja zur Sanierung beim Schweinsbergbach

Der Geschiebesammler und die Ableitung des Schweinsbergbachs können saniert werden. Mit 411 Ja zu 90 Nein wird das Projekt klar gutgeheissen.

Markus Zwyssig
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Ein Einlauf in den Schweinsbergbach. Jetzt wird in die Sanierung investiert.

Ein Einlauf in den Schweinsbergbach. Jetzt wird in die Sanierung investiert.

Bild: PD

Der Schweinsbergbach in Attinghausen wird im Bereich der Schweinsberggasse unterirdisch geführt. Der Einlauf verstopft regelmässig und der Bach tritt dann über die Ufer. Dies führt immer wieder zu Wasserschäden an einzelnen Liegenschaften entlang der Schweinsberggasse. Des Weiteren ist die Ableitung in einem schlechten Zustand. Wenn der Schweinsbergbach Hochwasser führt, reicht die Leitung oft nicht aus, um das Meteorwasser abzuleiten. Auch im Bereich der Walter-Fürst-Strasse hat die Ableitung einen zu geringen Leitungsdurchmesser.

Weniger Geschiebe soll in die Regenwasserleitung gelangen

Damit soll nun aber bald Schluss sein: Mit dem am Sonntag gutgeheissenen Sanierungsprojekt mit Kosten von 355'000 Franken soll die Ableitung beim Schweinsbergbach durch einen neuen Geschiebesammler verbessert werden. Dieser verfügt über ein vorgelagertes Becken, einen sogenannten Entsander, welcher einen Grossteil der Geschiebefracht auffängt. Des Weiteren wird der Geschiebesammler mit einem abgeschrägten Gitterrost versehen. Dieser soll bei Hochwasserstand verhindern, dass mitgeführte Äste oder Geschiebe den Einlauf verstopfen und zu einer Überflutung der Schweinsberggasse führen.

Der Bachquerschnitt wird im Bereich des Geschiebesammlers vergrössert. Dadurch wird das Rückstauvolumen vergrössert und die Fliessgeschwindigkeit des Bachs in diesem Bereich reduziert. Aufgrund der geringeren Fliessgeschwindigkeit hat die Geschiebefracht mehr Zeit, um sich abzusetzen, und gelangt so weniger in die Regenwasserleitung. Entlang des Schweinsbergbachs verläuft auch ein Velo- und Gehweg. Der Geschiebesammler wird so dimensioniert und platziert, dass der Langsamverkehr weiterhin ungehindert passieren kann.

Bei der Walter-Fürst-Strasse im Bereich Einfahrt Obere Postmatte muss die Querung der Ableitung vom Schweinsbergbach in die Entwässerungsleitung ebenfalls erneuert werden. Die Leitung ist zu klein bemessen und muss durch ein Entwässerungsrohr mit einem grösseren Durchmesser ersetzt werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass es bei der Walter-Fürst-Strasse im Bereich der Einfahrt obere Postmatte zu Wasserrückstau kommen könnte.

Fundament in sehr schlechtem Zustand

Mit Sondagen bei der Schweinsberggasse wurde der Strassenkörper untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass das Fundament in einem sehr schlechten Zustand ist. In den vergangenen Jahren haben sich Senkungen gebildet. Zudem wurde festgestellt, dass beim Material Anzeichen von Bauschutt bestehen. Angesichts dieser Ausgangslage soll im gesamten Projektperimeter diese Schicht ersetzt werden. Auf der Länge der sanierten Strasse werden neu zwei Einlaufschächte mit Schlammsammler erstellt, welche das Meteorwasser sammeln und in die neue Regenwasserleitung ableiten.

Die Schweinsberggasse ist die einzige Erschliessungsstrasse des Quartiers. Daher kann die Strasse während der Bauphase nicht uneingeschränkt gesperrt werden. Sie wird jeweils werktags von 7 bis 17 Uhr gesperrt. Die Arbeiten werden in fünf Phasen gegliedert. Nach Fertigstellung des jeweiligen Abschnitts wird die Baugrube wieder aufgefüllt. Ausserhalb der Arbeitszeit wird die offene Baugrube mit Blechen abgedeckt. Für die Dauer der Arbeiten wird der Schweinsbergbach mit einem Provisorium umgeleitet.

Projekt soll bis im Dezember 2021 fertigt sein

Nachdem die Attinghauser nun Ja gesagt haben zum Kredit, soll Mitte August 2021 mit der Sanierung begonnen werden. Das Projekt soll bis im Dezember 2021 fertiggestellt sein. Die Stimmbeteiligung lag bei 39,7 Prozent.