ATTINGHAUSEN: Gemeinde soll sich mit 300'000 Franken beteiligen

Die Kummetstrasse in Attinghausen hat eine Sanierung nötig. Die Gemeinde unterstützt die Sanierungspläne der Korporationsbürgergemeinde, die Finanzierung ist aber noch nicht ganz gesichert.

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Die Kummetstrasse in Attinghausen hat eine Sanierung nötig. (Bild: Florian Arnold (Attinghausen, 29. August 2017))

Die Kummetstrasse in Attinghausen hat eine Sanierung nötig. (Bild: Florian Arnold (Attinghausen, 29. August 2017))

Die Vordere Kummetstrasse erschliesst heute höher gelegene Wohngebiete und Landwirtschaftsbetriebe in Attinghausen. Sie ist zudem die Zufahrtsstrasse zur Mittelstation der Luftseilbahn aufs Brüsti. Doch die 1977 erstellte Strasse braucht nun eine Generalüberholung. An mehreren Stellen ist der Belag beschädigt. Eine kontrollierte Entwässerung ist nicht mehr gegeben.

Nach den Unwetterereignissen 1977 wurde die einstige Naturstrasse von der Korporation saniert und geteert. Ihre Erschliessungsfunktion wuchs über die Jahre, sodass die Gemeinde etwa auch den Winterdienst übernahm. Besitzerin ist aber nach wie vor die Korporationsbürgergemeinde. Diese übernimmt nun auch die Bauherrschaft für das Sanierungsprojekt.

Bürgergemeinde kann nur 15 Prozent tragen

Die Gesamtkosten liegen bei 640'000 Franken. Die Bürgergemeinde wird aufgrund ihrer finanziellen Lage jedoch nur etwa 15 Prozent der Kosten tragen können. Weitere Finanzierungsmöglichkeiten wurden abgeklärt. So zeigt sich der Gemeinderat von Attinghausen bereit, sich am Projekt mit 300'000 Franken ­­zu beteiligen, wie er in der Ab­stimmungsbotschaft für den Urnengang vom 24. September schreibt. Weiter signalisierte die Korporation Uri, 6 Prozent der Kosten zu tragen. Die Finanzierung weist aber nach wie vor eine Lücke von 195 000 Franken auf. Ein Gesuch wurde an die Patenschaft für Berggemeinden gestellt. In den vergangenen Jahren wurde die Gemeinde Attinghausen von dieser Organisation immer wieder unterstützt. Ein Entscheid ist noch nicht gefallen.

Die Kummetstrasse stellt für die Attinghauser Korporationsbürgergemeinde schon seit langem eine Herausforderung dar. «Für andere Korporationsstrassen erhalten wir forst- und landwirtschaftliche Subventionen», erklärt Alois Zurfluh, Präsident des Bürgergemeinderats. «Die Kummetstrasse ist aber ein Spezialfall, für die wir keine Beiträge bekommen, aber auch keine Steuern einziehen können.» Deshalb werde schon seit einiger Zeit mit der Gemeinde verhandelt. Diese kann sich vorstellen, die Strasse später zu übernehmen, wie es in der Abstimmungsbotschaft heisst. Allerdings muss die Strasse zuerst saniert sein.

Realisierung hat oberste Priorität

Die Übernahme im sanierten Zustand sei im Strassengesetz entsprechend vorgesehen, sagt Gemeinde-Vizepräsident Arvid ­Arnold. Für ihn ist aber klar: «Oberste Priorität hat für uns, dass dieses Sanierungsprojekt nun realisiert werden kann.» Und so werde man auch bei einer Unterdeckung der Kosten für Lösungen Hand bieten und allenfalls ein zinsloses Darlehen gewähren.

Nach dem allfälligen Ja der Gemeinde am 24. September muss noch die Bürgergemeinde den Kredit genehmigen. Dazu werde wohl eine ausserordentliche Versammlung nötig, so Alois Zurfluh. Mit den Sanierungsarbeiten an der Kummetstrasse soll im Frühjahr 2018 begonnen werden. Die verschiedenen Etappen sind so geplant, dass die Strasse bis spätestens Mitte 2019 fertiggestellt werden kann.

 

Florian Arnold

florian.arnold@urnerzeitung.ch