ATTINGHAUSEN: WOV bleibt grosse Unbekannte

Die Linienführungen der Hochspannungsleitungen und des Verkehrs verändern sich mit der WOV. Überraschend kam für die Einwohner ein Rücktritt.

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Die Hochspannungsleitungen sollen – entgegen dem heutigen Bild – zu einem Teil auf der anderen Seite der A 2 geführt werden. (Bild Urs Hanhat)

Die Hochspannungsleitungen sollen – entgegen dem heutigen Bild – zu einem Teil auf der anderen Seite der A 2 geführt werden. (Bild Urs Hanhat)

zf. Die künftige Verkehrssituation von Attinghausen hängt von einer Frage ab: Wird die West-Ost-Verbindung (WOV) vom Kreisel Wysshus bis zur Schächenbrücke in Schattdorf gebaut oder nicht? Wenn das Volk Ja zum 19,8-Millionen-Kredit sagt, finanziert das Bundesamt für Strassen (Astra) einen Autobahn-Halbanschluss in Attinghausen. Allerdings wurde die Gemeinde bis dato nicht über konkrete Pläne informiert, wie an der Gemeindeversammlung vom vergangenen Montagabend verlautete.

Die Bürger äusserten an der Versammlung vor allem Bedenken zur Anbindung der Gemeinde, zu flankierenden Massnahmen und zur künftigen Situation für Fussgänger und Velofahrer. Als nächster Schritt wird nun der Gemeinderat bei der Baudirektion vorstellig, um in die Planung einbezogen zu werden.

Neben den Strassen wird beim Bau der WOV auch die Linie der Hochspannungsleitungen entlang der Reuss verändert. Eine konkrete Lösung wurde bereits vom Eidgenössischen Starkstrominspektorat präsentiert. Der Gemeinderat unterstützt den Vorschlag. Die Hochspannungsleitungen würden von Süden her bis auf Höhe der Schrebergärten östlich der Autobahn geführt, um dort die Autobahn zu queren. Schliesslich würden die Leitungen entlang des rechten Reussufers Richtung Norden weitergezogen. Allerdings sind noch zwei Einsprachen gegen die Linienführung hängig.

Einstimmiges Ja zur Rechnung

Die ordentlichen Geschäfte gingen ohne Diskussionen über die Bühne. So genehmigte die Gemeinde die ausserordentlich positive Jahresrechnung 2014 einstimmig. Diese schliesst mit einem Gewinn von fast 900 000 Franken ab. Budgetiert war ein Verlust von beinahe 118 000 Franken. Die Hauptgründe für das über eine Million bessere Ergebnis sind der Abschluss der Sachübernahme der Abwasser Uri sowie Nachzahlungen der Steuerausfallentschädigungen der Zentralen Organisation für Abfallbewirtschaftung im Kanton Uri (Zaku).

Aus der Sachübernahme der Abwasser Uri resultierten ein ausserordentlicher Ertrag von 1,178 Millionen plus 40 700 Franken Zinsen. Die Nachzahlungen der Steuerausfallentschädigungen 2007 bis 2014 inklusive Parteientschädigung der Zaku bringen im Jahr 2014 Erträge von 265 900 Franken sowie 33 000 Franken Verzugszinsen. Aufgrund des guten Ergebnisses konnte die Gemeinde zusätzliche Abschreibungen von 552 300 Franken vornehmen.

Steuerungen werden ersetzt

Des Weiteren sagten die Attinghauser Ja zu einem Kredit über 230 000 Franken. Das Geld wird für den Ersatz der Steuerung der Wasserreservoire Häldi, Ribi und Riedli benötigt. Damit werden die drei Werke auf den Stand des Pumpwerks Eyelen gebracht, das 2014 saniert wurde. Künftig können die Werke von einem Punkt aus bedient werden. Die bestehenden Steuerungen entsprachen nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Zuletzt traten vermehrt Störungen auf.

Aschwanden tritt zurück

Gemeindepräsident Karl Imholz musste den ausserordentlichen Rücktritt des Gemeinderatsmitglieds Miriam Aschwanden bekannt geben. Diese war als Verwalterin tätig. Aschwanden trat per sofort aus persönlichen Gründen zurück. Die Aufgaben werden vorläufig ratsintern aufgeteilt. Auf 2016 will man aber den Sitz wieder neu besetzen.

Schliesslich haben die Attinghauser mit Edwin Maissen einen neuen Delegierten der Kreisschule Seedorf gewählt. Sein Vorgänger Marco Jauch liess sich im Mai 2014 nur noch für ein Jahr wählen. Maissen wird nun die Amtsdauer zu Ende führen. An der Frühlingsversammlung 2016 werden die Delegierten neu gewählt.