Attinghauser stehen deutlich hinter dem Brüsti

Die Stimmbürger heissen eine Aktienzeichnung der Luftseilbahn Attinghausen-Brüsti AG von 414'700 Franken klar gut. Zudem wird ein zinsloses Darlehen von 500'000 Franken gewährt.

Markus Zwyssig
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Das Brusti soll dank Investitionen auch in Zukunft eine Fahrt mit der Bahn wert sein.

Das Brusti soll dank Investitionen auch in Zukunft eine Fahrt mit der Bahn wert sein.

Bild: Corinne Glanzmann (10. Juli 2018)

Die Attinghauser sagen mit 638 zu 159 Stimmen ja zur Aktienzeichnung der Luftseilbahn Attinghausen-Brüsti AG in der Höhe von 414'700 Franken. Zustimmung gab es auch zu einem zinslosen Darlehen an die Luftseilbahn Attinghausen Brüsti AG in der Höhe von 500'000 Franken. Die Stimmbeteiligung lag bei 63,2 Prozent.

Die Zukunft des Attinghauser Naherholungsgebiets Brüsti hat in den vergangenen Monaten für breites Interesse gesorgt. Die Öffentlichkeit hat die Ideen und Projekte aufmerksam verfolgt. Am 26. Juni wurde bekannt, dass die Korporation Uri beabsichtigt, die Brüsti-Immobilien AG zu erwerben. Da Skilift- und Gastronomiebetrieb nicht zum Kerngeschäft der Korporation gehören, wurde die Luftseilbahn Attinghausen-Brüsti AG angefragt, diese Infrastrukturen zu kaufen. Doch die finanziellen Möglichkeiten sind – gerade im Hinblick auf einen späteren Betrieb der Anlagen – begrenzt.

An der Generalversammlung vom 13. Juli haben die Aktionäre einer Aktienkapitalerhöhung von 880'000 Franken zugestimmt. Dort stellte sich auch die Investorin Bergbahnen Disentis AG vor. Die Bergbahnen Disentis AG ist bereit, 40 Prozent der Aktienkapitalerhöhung zu zeichnen und der Luftseilbahn Attinghausen-Brüsti AG ein Darlehen von 500'000 Franken zu gewähren. Für den Gemeinderat ist das Brüsti ein wichtiges Thema. Er will ein klares Bekenntnis abgeben und kann nun nach dem Entscheid des Stimmvolks ebenfalls gleich viel Aktienkapital wie die Investorin zeichnen und der Bahn ein zinsloses, auf 25 Jahre rückzahlbares Darlehen von 500'000 Franken zur Verfügung stellen. Damit wird eine gleichberechtigte Beteiligung eingegangen, mit welcher sich die Gemeinde ein Mitbestimmungsrecht sichert. Deutliche Unterstützung hat er nun von den Stimmbürgern erhalten. Die restlichen 20 Prozent der Aktienkapitalerhöhung werden durch bisherige und neue Aktionäre übernommen.

Zur Finanzierung gibt es von der Neuen Regionalpolitik (NRP) ein Darlehen von 540'000 Franken und einen A-fonds-perdu-Beitrag von 60'000 Franken.

Infrastrukturen auf dem Brüsti sollen verbessert werden

Die Luftseilbahn Attinghausen-Brüsti AG verbuchte 2018 das zweite Rekordjahr in Folge. Die Auslastung der Seilbahn stagnierte im Geschäftsjahr 2019 leicht im Vergleich zum Vorjahr 2018. Insgesamt transportierte die Luftseilbahn Attinghausen-Brüsti AG im vergangenen Kalenderjahr 41'658 Personen. Mit einem aktuellen Plus von rund 360 Franken schreibt die Luftseilbahn nach wie vor schwarze Zahlen. Die Luftseilbahn Attinghausen-Brüsti AG ist breit abgestützt und hat sich zum Ziel gesetzt, mit verschiedenen Massnahmen die Infrastrukturen auf dem Brüsti zu verbessern. Primär stehen dabei der Sommertourismus und die Förderung der Familienfreundlichkeit im Zentrum. Aber auch für den Winterbetrieb müssen diverse Investitionen getätigt werden, damit auch in Zukunft der Schneesport auf dem Brüsti ungehindert ausgeübt werden kann.

Der Kauf von Restaurant und Skilift beläuft sich auf 650'000 Franken. Für die Sanierung des Restaurants wird mit 600'000 Franken gerechnet. Für den Spielplatz werden 250'000 Franken und für die Sanierung des Skilifts 180'000 Franken aufgewendet. Das Kinderskiland kostet 80'000 Franken.

Für die Erneuerung der Bergstation Skilift inklusive Toilette werden 150'000 Franken aufgewendet. 80'000 Franken werden für die Erweiterung des Pistenangebots eingesetzt. Ein Pistenfahrzeug kostet 250'000 Franken. Für Garage und Werkstatt werden 260'000 Franken aufgewendet.