Kommentar

Urner Landrats-Entscheid: Attraktiv und trotzdem fair

Kommentar von Redaktor Markus Zwyssig zur Dividendenbesteuerung.

Markus Zwyssig
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Bei der Debatte über die Teilrevision des Gesetzes über die direkten Steuern im Kanton Uri drehte sich die Diskussion vor allem um die Höhe der Dividendenbesteuerung. Nach langer Diskussion fand schliesslich der Vorschlag der Regierung eine Mehrheit. Das ist gut so. Das Einschwenken auf den ausgewogenen Kompromiss war das Richtige und bringt eine angemessene Dividendenbesteuerung mit sich.

Eine Senkung auf eine Teilbesteuerung von 50 Prozent hätte der Gleichbehandlung der Steuerzahler widersprochen. Dadurch hätte man in Kauf genommen, dass die Besteuerung von Dividenden gegenüber dem Lohn bevorteilt worden wäre. Steuerpflichtige, die diese Vorlage betrifft, sollen nicht bessergestellt werden als die restlichen steuerpflichtigen Personen. Es wäre aber auch zu viel gewesen, die Teilbesteuerung auf 70 Prozent zu erhöhen. Das hätte die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft in Gefahr gebracht.

So hat sich nun der Landrat für einen guten Mittelweg zwischen der wirtschaftlichen Standortattraktivität auf der einen und der finanziellen Tragbarkeit für Kanton, Einwohner- und Kirchgemeinden auf der anderen Seite entschieden. Die Steuervorlage muss nach der zweiten Lesung mehrheitsfähig sein und schliesslich vor dem Volk bestehen.