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Mobilfunkanlage: Auch in Altdorf gibt es Opposition

Gegen die geplante Aufrüstung der bestehenden Antennen beim Bahnhof werden Unterschriften gesammelt.
Markus Zwyssig

Unmittelbar hinter der Motorfahrzeugkontrolle im Galgenwäldli auf Bürgler Gemeindegebiet plant die Swisscom den Bau einer neuen Mobilfunkanlage. Das Bauvorhaben stösst auf massiven Widerstand in der Bevölkerung. Die Anwohner wollen nun möglichst viele Unterschriften zusammen bringen und eine Sammeleinsprache machen.

Jetzt gibt es auch Opposition gegen die geplante Aufrüstung der Sendeanlage der Salt Mobile SA beim Bahnhof Altdorf. Menschen, die im Einspracheradius von 934 Metern wohnen und arbeiten haben sich zusammengeschlossen. In den kommenden Tagen werden Unterschriften gesammelt. Die Zeit drängt auch hier. Einsprachen gegen die Erneuerung der Anlage können bis zum 7. November eingereicht werden.

Anwohner befürchten Gefahr für die Gesundheit

«Es gibt keinerlei Forschungsergebnisse zu den Auswirkungen von 5G auf unsere Gesundheit», schreiben Anwohner in einer Mitteilung. «Die enormen Leistungsspitzen, welche die Grenzwerte um ein Vielfaches überschreiten lassen, sind gefährlich für die Gesundheit von Mensch und Tier.» Und weiter heisst es: Eine Sendeanlage für 5G bestehe aus mindestens 64 Einzelsendern. «Dadurch steigt die Strahlenbelastung enorm an. Für den 5G-Standard gibt es weder amtliche Bemessungsgrundlagen noch amtliche Messvorschriften für Abnahme- und Kontrollmessungen.» In einer Distanz von zirka 100 Metern zum Antennenstandort gibt es eine Wohnzone, in der sich mehrere Mehrfamilienhäuser befinden.

Das Mobilfunkunternehmen hat zur geplanten Erneuerung Stellung genommen. Das Salt Netzwerk werde in den nächsten drei bis fünf Jahren komplett modernisiert, dies nicht nur zur Einführung der neuen 5G-Technologie, sondern auch zur Verbesserung der bestehenden Anlagen, hält das Unternehmen in seiner schriftlichen Antwort fest. «In Altdorf werden die alten Sendeantennen mit neuen Modellen ausgetauscht und dies dient primär der Kapazitätserweiterung und Versorgungsverbesserung in der Region.» Es handelt sich in Altdorf primär um 3G und 4G-Technologie. «Wir können uns heute noch nicht darüber äussern, ob wir später auch 5G installieren werden», sagt Viola Lebel, Salt-Mediensprecherin. «Die Einführung der 5G-Technologie ist bei Salt gegen Ende 2019 geplant.» Weitere Angaben zu künftigen Antennenstandorten, deren Anzahl und zur entsprechenden Technologie will das Unternehmen nicht machen.

Viel strengere Grenzwerte als in europäischen Ländern

In der Schweiz legt der Bund abschliessend Normen fest in der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV). Zweck dieser Verordnung ist es, Menschen vor schädlicher nichtionisierender Strahlung zu schützen. «Es ist zu beachten, dass die in der Schweiz definierten präventiven sogenannten Anlagegrenzwerte zehn Mal strenger sind als im umliegenden Europa» so Viola Lebel. «Zusätzlich gelten strenge Mess- und Bewertungsmethoden. Wie bei allen unseren Antennen-Anlagen werden auch in Altdorf diese Grenzwerte eingehalten.»

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