Kommentar

Auch Pukelsheim hilft der Urner CVP

Während die CVP vom neuen Wahlsystem profitiert, konnten die Urner Frauen über alle Parteien hinweg nicht zulegen. Sollte die Bevölkerung von Göschenen und Seedorf im zweiten Wahlgang keine Politikerin wählen, sitzen im Landrat gleich viele Frauen wie bisher.

Markus Zwyssig
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Markus Zwyssig

Markus Zwyssig

Manuela Jans-Koch

Die grossen Sitzverschiebungen blieben bei den Urner Landratswahlen gestern aus. Von einer grünen Welle ist im Kanton Uri nichts zu spüren. SP und Grüne konnten aber immerhin unter dem Strich ihre Sitzzahl halten. Zudem kann die Fraktion in Göschenen auf einen weiteren Sitz hoffen.

Klar ist: Die vehementen Befürworter des «Doppelten Pukelsheims» haben vom neuen Wahlsystem nicht profitiert. In Altdorf holte die CVP einen Sitz, der nach dem alten Verfahren an SP/Grüne gegangen wäre. Die CVP konnte ihre Position als stärkste Politkraft weiter ausbauen. Und beim zweiten Wahlgang könnte in Seedorf sogar noch ein Sitz dazu kommen.

Kein Ruhmesblatt sind die Wahlen für die Urner Frauen. Sie stellen auch in Zukunft nur gerade einen Viertel des Kantonsparlaments. Bei der SP, die sich immer mit ihrem Frauenanteil brüstet, ging die Zahl sogar von sechs auf fünf Vertreterinnen zurück. In den Reihen der FDP sitzen neu drei statt bisher zwei und bei der CVP unverändert sieben Frauen im Landrat. Bei der SVP bleibt es bei einer einzigen Frau.

Unter dem Strich bedeutet dies: Im Landrat sitzen weiterhin gleich viele Frauen wie bisher – wenn nicht in Göschenen oder Seedorf noch eine weitere Frau gewählt wird.

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