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E-Autos säuseln über den Klausenpass

Der deutsche Autohersteller Audi dreht ein Video mit E-Rennautos am Klausenpass. Es ist ein Vorgeschmack auf das erste Formel-E-Rennen in Zürich. Dabei wird deutlich, wie die Mobilität der Zukunft einst aussehen könnte.
Florian Arnold
Die beiden E-Tron-Fahrzeuge von Audi. (Bild: Audi AG, Spiringen, 28. Mai 2018)
Der E-Tron Vision GT. (Bild: Audi AG, Spiringen, 28. Mai 2018)
Der E-Tron Vision GT von Audi. (Bild: Audi AG, Spiringen, 28. Mai 2018)
Die beiden Fahrzeuge, die auch am Formel-E-Rennen im Einsatz stehen. (Bild: Audi AG, Spiringen, 28. Mai 2018)
Audi dreht am Klausenpass einen Clip für die Formel E. (Bild: Audi AG, Spiringen, 28. Mai 2018)
Instruktionen am Filmset. (Bild: Audi AG, Spiringen, 28. Mai 2018)
Eine grosse Crew ist nötig für einen solchen Video-Clip. (Bild: Audi AG, Spiringen, 28. Mai 2018)
Die Fahrzeuge am Klausenpass. (Bild: Audi AG, Spiringen, 28. Mai 2018)
Fahrerin Rahel Frey übt sich als Alphornspielerin. (Bild: Audi AG, Spiringen, 28. Mai 2018)
Audi dreht am Klausenpass einen Clip für die Formel E. (Bild: Audi AG, Spiringen, 28. Mai 2018)
(Bild: Urs Hanhart, Spiringen, 28. Mai 2018)
So wird gedreht (Bild: Urs Hanhart, Spiringen, 28. Mai 2018)
Mit einem solchen Auto am Klausne zu wenden, ist keine einfache Aufgabe. (Bild: Urs Hanhart, Spiringen, 28. Mai 2018)
13 Bilder

Audi dreht Clip am Klausenpass

Es ist ein seltsames Gefühl: Da sausen zwei heisse Sportwagen mit reichlich Tempo um die Kurven der Klausenpassstrasse – und alles, was man hört, ist ein leises Säuseln. Es sind die beiden Elektrofahrzeuge «Audi e-tron FE04» und «Audi e-tron Vision Gran Turismo». Der deutsche Autohersteller hat sich die Urner Szenerie ausgesucht für ein Werbevideo zum Formel-E-Rennen, das am 10. Juni in Zürich stattfindet. Nach über 63 Jahren wird so erstmals wieder ein Motorsportrennen in der Schweiz durchgeführt – und dies ausschliesslich mit Elektrofahrzeugen.

Spezifika des Landes werden eingefangen

Audi zählt zu den grossen Playern im Automobilrennsport. «Mit dem Video wollen wir Emotionen wecken für diesen Sportevent», erklärt Christof Caspar vom Audi-Marketing. Im Clip, der in der kommenden Woche fertig gestellt wird, sind äusserst spektakuläre Bilder von der Fahrt am Klausenpass zu sehen. Zudem trifft Rennfahrerin Rahel Frey auf Enrico Lenzin, der am Strassenrand Alphorn spielt. «Wir versuchen immer, Spezifika des Landes einzufangen, in dem wir fahren», erklärt Caspar. In der Schweiz könne man deshalb nicht auf die Berge verzichten, auch wenn das Rennen in der Stadt durchgeführt wird.

Zur Filmcrew gehören über 20 Personen. Zwei Kameramänner halten die Bilder fest. Drohnenpiloten sorgen für die Vogelperspektive. In der Mitte gibt Regisseur Christoph Vieth genaue Anweisungen. Hinzu kommen Sicherheitsleute, welche die Passstrasse für die einzelnen Szenen sperren. Denn die beiden Fahrzeuge sind nicht im gewöhnlichen Strassenverkehr zugelassen. Diese seien zwar einfach zu bedienen, sagt Christof Caspar, «aber die Rennbremsen funktionieren nur, wenn sie professionell warmgefahren werden sind.» Ausserdem sei das Sichtfeld der Fahrer eingeschränkt. Sie Die Fahrer werden deshalb speziell geschult. Auf diese Weise sei auch ein schonender Umgang mit dem Material gewährleistet.

Zuerst nur virtuell zu fahren

«Für unsere Fahrer ist es ein grosser Spass, etwas Neues auszuprobieren, denn sie sind sich sonst nur Benzin- und Dieselfahrzeuge gewohnt.» Der «E-tron Vision Gran Turismo » ist jenes Fahrzeug, das zuerst nur in der virtuellen Welt des Playstation-Games «Gran Turismo» existierte. Mehrere Autohersteller bauten die Computer-Fahrzeuge später als Modelle nach. Audi entschied sich als erster Hersteller dafür, das Auto auch wirklich fahrbar zu machen. Seit Anfang April ist es fertig – und sorgt seither auch für viel Aufsehen. «Es ist praktisch nur noch auf Tour», so Caspar. Die bisherigen Videoclips mit dem Auto hätten viele Fans erreicht. «Wir haben durchwegs positive Kommentare erhalten», betont er.

Trotzdem scheint der Aufwand für das Video beträchtlich. Vom eintägigen Dreh mit der grossen Crew wird am Schluss ein Video mit einer Dauer von 60 bis 90 Sekunden übrig bleiben. «Darin wird nur das Beste vom Besten zu sehen sein», erklärt der Marketing-Mann. Ausserdem wird der Clip nur auf den Online-Kanälen von Audi verbreitet. «Die Menschen, die wir erreichen wollen, bewegen sich primär online», erklärt der Werber. «Im klassischen Motorsport schwinden die Fans. Die Formel E bietet aber die Möglichkeit, weitere und andere Zielgruppen Menschen zu erreichen.»

Ladevorgang ist Schlüsselelement

Doch werden die Elektrofahrzeuge einst die Mehrheit auf der Strasse ausmachen? «Das hängt von viele Faktoren ab», sagt Christof Caspar. Es sei wichtig und richtig, besonders in der urbanen Mobilität neue Wege zu gehen. «Ob Elektrofahrzeuge auch für lange Strecken das richtige sein werden, wird sich zeigen.» Dies hänge vor allem von der Einfachheit ab, wie sich Elektroautos in Zukunft laden lassen: «Wenn ich ein Auto schnell laden kann und damit weit komme, dann wird sich das durchsetzen.»

Caspar glaubt an eine starke Entwicklung in den kommenden Jahren. «In fünf bis zehn Jahren werden wir uns wahrscheinlich wundern, wie langsam die Fahrzeuge einst waren», sagt er mit einem Schmunzeln. Denn der «E-tron Vision Gran Turismo FE04» schafft es von 0 auf 100 km/h in weniger als 2,5 Sekunden. Audi zumindest glaubt an die Entwicklung und wird Ende des Jahres ein strassentaugliches Elektrofahrzeug auf den Markt bringen. Und wer weiss: Vielleicht wird ja der Klausen wieder zur Kulisse eines Werbespots dafür...

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