«Auf keinen Fall verzichten»: Schattdorfer Anwohner schreiben dem Regierungsrat offenen Brief zur West-Ost-Verbindung

Rund 40 Anwohner der Gotthardstrasse fordern vom Regierungsrat, am geplanten Projekt festzuhalten.

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(lur)

Das Strassenprojekt West-Ost-Verbindung (WOV) sorgt auch weiterhin für Diskussionen. Nachdem die Dorfgemeinde von Schattdorf ihren Gemeinderat im September beauftragt hat, die Umsetzung des Projekts mit dem Kanton neu zu verhandeln, schalten sich nun auch Befürworter des Projekts in die Diskussion ein. Wie Anwohner der vom Projekt tangierten Gotthardstrasse mitteilen, haben sie dem Urner Regierungsrat einen offenen Brief zugesandt, der von rund 40 Anwohnern unterzeichnet sei. Darin bedauern sie den Entscheid der Dorfgemeinde und distanzieren sich zugleich davon. Er vermittle gegen aussen den Eindruck, dass die ganze Bevölkerung von Schattdorf eine Änderung des Projekts wolle. «Dem ist aber überhaupt nicht so», heisst es im Brief.

«Die unterzeichnenden Liegenschaftseigentümer und Anwohner entlang der Gotthardstrasse in Schattdorf fordern mit diesem offenen Brief hiermit den Regierungsrat des Kantons Uri auf, dass der geplante Kreisel Schächen sowie die flankierenden Massnahmen gemäss dem Auflageprojekt umgesetzt werden sollen.» Nur so könne die ganze Gemeinde Schattdorf vom Durchgangsverkehr befreit werden und von einer Verkehrsentlastung profitieren. Den Bedenken vieler Projektgegner, dass die Dorf- und Adlergartenstrasse mit der geplanten dreiarmigen Kreisellösung mehr Verkehr bekomme, könne man mit geeigneten Massnahmen wie Temporeduktionen entgegenwirken. «Entsprechende Lösungsansätze sind im Gesamtverkehrskonzept schon vorhanden.»

Auf das Ziel, den Durchgangsverkehr auf der Gotthardstrasse um mindestens 80 Prozent zu reduzieren, dürfe «auf keinen Fall verzichtet werden». Die Gotthardstrasse dürfe nicht direkt in den Kreisel Schächen geführt werden, weil sonst ein Grossteil des Durchgangsverkehrs weiterhin die Gotthardstrasse durchfahre.

Der im Zusammenhang mit der neuen West-Ost-Verbindung geplante neue Knoten Schächen gibt in Schattdorf zu reden.

Der im Zusammenhang mit der neuen West-Ost-Verbindung geplante neue Knoten Schächen gibt in Schattdorf zu reden.

Visualisierung: Pd / Urner Zeitung