Auf Rekord-Frequenzen im Skigebiet Brüsti folgt das abrupte Saisonende

Die Luftseilbahn Attinghausen-Brüsti AG blickt auf ein turbulentes Jahr zurück. Trotz schwieriger Situation bleibt man zuversichtlich.

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Das Skigebiet Brüsti verzeichnete im Januar und Februar Rekordfrequenzen.

Das Skigebiet Brüsti verzeichnete im Januar und Februar Rekordfrequenzen.

Bild: PD

(pd/RIN) Die Luftseilbahn Attinghausen-Brüsti AG hat ein bewegtes Jahr hinter sich. Das ganze Jahr war geprägt von der Weiterentwicklung des Tourismusgebietes Brüsti. Dank der Übergangslösung konnte der Skibetrieb in Regie der Luftseilbahn Attinghausen-Brüsti AG für den Winter sichergestellt werden. Am 14. Dezember 2019 konnte bei guten Schneeverhältnissen der Skibetrieb eröffnet werden. Bis zum 22. Dezember herrschte Wochenendbetrieb, ab Weihnachten war das Skigebiet täglich geöffnet.

Die Niederschläge mit Schnee nach den Neujahrstagen bildeten eine kompakte Unterlage für die Pisten über den ganzen Winter. Das Skilift-Team mit Peter Scheiber an der Spitze verstand es, optimale Pistenverhältnisse herzurichten, was viele Schneesportler aufs Brüsti lockte. Einige Gäste und Einheimische waren mit den Schneeschuhen in der Brüsti-Winterlandschaft unterwegs und benutzten den gut markierten Schneeschuhpfad, der für Anfänger und Fortgeschrittene abwechslungsreich angelegt war. Geübte Schneeschuhläufer wagten sich sogar in höhere Regionen bis zum Grad, Giebelstöcke oder zum Surenenpass vor.

Tourenfahrer lockt es aufs «Eggämandli» oder ins «Guggital»

Bereits früh waren viele Einheimische und Skitourenfahrer aus der ganzen Schweiz, sogar aus Italien und Süddeutschland, unterwegs und genossen die guten Schneeverhältnisse auf Touren wie dem; «Eggämandli», «Geissberg» oder «Guggital». Auch das gute Wetter spielte mit und so konnten im Januar bis Mitte Februar Rekord-Frequenzen an Gästen verzeichnet werden.

Generalversammlung wird verschoben

Normalerweise findet Ende April oder Anfang Mai die ordentliche Generalversammlung der Luftseilbahn Attinghausen-Brüsti AG statt. Durch das vom Bundesrat verordnete Versammlungsverbot steht der Termin der GV im Moment aber noch offen. Da als Haupttraktandum die Umwandlung der Inhaber- zur Namensaktie ansteht, soll baldmöglichst eine Versammlung der Aktionäre stattfinden. Der Verwaltungsrat wird per Presse und Amtsblatt zu gegebener Zeit darüber informieren. (pd/RIN)

Wie jedes Jahr führte der Skiklub Attinghausen den Ski- und Snowboardkurs mit viel Engagement auf dem Brüsti durch. An fünf Kurstagen waren über 25 Schneesportleiter im Einsatz und betreuten die 107 Kinder in niveaugerechten Gruppen. Ein grosses Abschlussrennen mit vielen Preisen war der Höhepunkt für die teilnehmenden Kinder. Auch andere Veranstaltungen wie zum Beispiel das Schülerrennen der Primarschule Attinghausen oder das «Skihockrennen» konnten planmässig durchgeführt werden. Wegen des Schneemangels auf dem Haldi wurden auch die Urner Schulsportmeisterschaften kurzfristig aufs Brüsti verlegt und konnten bei besten Bedingungen stattfinden.

Kinderkurs im Skigebiet Brüsti.

Kinderkurs im Skigebiet Brüsti.

Bild: PD

Ein Schock für die Luftseilbahn Attinghausen-Brüsti AG

Am 14. und 15. März war als Höhepunkt der Saison die Urner Slalom-Meisterschaften und der 68. Brüsti-Riesenslalom angesagt. Die Veranstaltungen, die vom OK des Skiklubs Attinghausen bereits vorbereitet waren, mussten aufgrund des Coronavirus abgesagt werden und die Wintersaison 2019/2020 erfuhr ein abruptes Ende. Für die Luftseilbahn Attinghausen-Brüsti AG war es ein Schock, bei besten Schnee- und Wetterverhältnissen den Betrieb einzustellen, wie der Verwaltungsrat in einer Mitteilung schreibt. Dies habe die sonst schon schwierige Situation nicht einfacher gemacht und werde sich in der Jahresrechnung 2020 massiv bemerkbar machen.

Der Verwaltungsrat der Luftseilbahn Attinghausen-Brüsti AG sieht aber trotzdem positiv in die Zukunft und setzt alles daran, den Winterbetrieb weiterzuführen und das schneesichere Skigebiet Brüsti nicht sterben zu lassen. Speziell bedankt sich die Luftseilbahn Attinghausen-Brüsti AG bei allen Gästen, die das Naherholungsgebiet besuchten, aber auch allen Organisationen für die grosse Arbeit, die geleistet wurde. Es sind dies der Skiliftbetrieb, der Skiklub Attinghausen, Attinghausen-Tourismus, die Schneeschuh-Gruppe und viele stille Helfer im Hintergrund, die sich fürs Brüsti einsetzten.