Uri Tourismus AG: Auf Umbruch folgen neue Projekte

An der GV der Uri Tourismus kam es zu Wechseln an der Spitze: Nach Felix Muheim übernimmt alt Regierungsrat Markus Züst das Verwaltungsratspräsidium.

Leza Aschwanden
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Geschäftsführer Maurus Stöckli (Mitte) mit dem abtretenden Verwaltungsratspräsidenten Felix Muheim (links) und dessen Nachfolger Markus Züst. (Bild: PD)

Geschäftsführer Maurus Stöckli (Mitte) mit dem abtretenden Verwaltungsratspräsidenten Felix Muheim (links) und dessen Nachfolger Markus Züst. (Bild: PD)

Nach einem unruhigen Jahr 2017 kehrte im 2018 wieder etwas Ruhe in die Uri Tourismus AG ein. Umbruch und Veränderungen prägten denn auch die gut besuchte 6. Generalversammlung, welche am Donnerstag, 23. Mai, in Erstfeld stattfand.

Unter Applaus wurde Markus Züst, ehemaliger Regierungsrat, als neuer Verwaltungsratspräsident gewählt. Er begründete sein Engagement mit der starken Marke «Uri», dem grossen Potenzial mit dem Neat-Halt in Altdorf sowie dem motivierten Team und den engagierten Aktionären. Wiedergewählt in den Verwaltungsrat wurden Zacharias Ziegler und Daniel Kaufmann. Die Versammlung verdankte den abtretenden Verwaltungsratspräsidenten Felix Muheim und Verwaltungsrat Josef Rubischung mit einem Applaus.

Wichtige Projekte wurden abgeschlossen

Felix Muheim führte zum letzten Mal durch die Generalversammlung. Er betonte, dass dieses Geschäftsjahr mit dem neuen Geschäftsführer Maurus Stöckli weit erfreulicher war als das unruhige Jahr 2017, das von drei Führungswechseln geprägt war. Muheim hob hervor, wie intensiv die Bewerbung um die Anerkennung als die Tourismusorganisation für das Urner Unterland war. Er dankte dem anwesenden Regierungsrat und Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind für die Anerkennung für die nächsten sechs Jahre. Camenzind überbrachte seinerseits Grüsse und den Dank der Urner Regierung.

Erstmals berichtete der neue Geschäftsführer, Maurus Stöckli, über das Geschäftsjahr. Der Tourismusfachmann startete am 1. Juni 2018 bei der Uri Tourismus AG. Er bedankte sich für den freundlichen Empfang in Uri in den ersten Monaten sowie beim Verwaltungsrat und seinem Team für die von Beginn weg gelungene Zusammenarbeit. Mit der Präsenz an der Erlebnismesse Uri 18, der Potenzialstudie Urnersee oder der Lancierung der neuen Website konnten im vergangenen Jahr wichtige Projekte abgeschlossen werden. Stöckli betonte auch, dass man sich Gedanken über die Zukunft des Tourismus in Uri machen müsse – etwa mit der Frage, welche Art von Tourismus gefördert werden soll.

Finanzen sollen stabilisiert werden

Die Rechnung fällt mit einem Minus von 15'000 Franken erneut negativ aus. Das Betriebsergebnis liegt sogar bei einem Minus von 60'000 Franken. Die anwesenden Aktionäre genehmigten den Jahresbericht, die Jahresrechnung und entlasteten den Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung. Der Ausblick auf das Budget 2019 zeigte erneut einen Verlust. Die Stabilisierung der Finanzierung wird einer der Schwerpunkte im laufenden Geschäftsjahr sein. Da ein Grossteil der Umstrukturierung abgeschlossen sei, erhofft sich der Verwaltungsrat jedoch durch die neue Konstanz ein erfolgreicheres Jahr.

Geschäftsführer Maurus Stöckli blickte in die Zukunft und betonte, wie wichtig Partner aus der Wirtschaft für die Zukunft der Uri Tourismus AG sind. Er freute sich, dass er gleich drei neue Partner begrüssen durfte. Massgeschneiderte Partnerschaften seien wichtig, damit Uri Tourismus neue wegweisende Projekte anpacken kann. «Für mich ist die Uri Tourismus AG vergleichbar mit einem Start-up. Wir müssen wieder herausfinden, was wir den Kunden bieten können und wie wir eine gute Zusammenarbeit und Wertschöpfung für alle Beteiligten erreichen», sagte er und sprach auch neue Ideen zu Partnerschaftsmodellen an, die nächstens umgesetzt werden sollen.

Auch gibt es viele Ideen für neue Projekte: zum Beispiel authentische Erlebnisse mit Einheimischen, ein neues Angebot rund um den Gründungsmythos Schweiz oder auch der Kantonsbahnhof als einladendes Eingangsportal für die Region. «Wir müssen uns überlegen, wie wir die Gäste an diesem Punkt abholen und ansprechen können. Hier liegt ein grosses Potenzial für den Kanton Uri», sind sich Stöckli und der neue Verwaltungsratspräsident Markus Züst einig.

Der Geschäftsbericht des Jahres 2018 kann auf der Website uri.swiss eingesehen werden.