AUFSCHLÄGE: Dätwyler wehrt sich gegen das Strom-Diktat

Zusätzliche Stromkosten in Millionenhöhe belasten Innerschweizer Firmen. Nun setzt Dätwyler ein Zeichen und klagt gegen das Diktat.

Drucken
Teilen
Strommasten im Kanton Uri. (Bild Keystone)

Strommasten im Kanton Uri. (Bild Keystone)

«Würden wir so mit unseren Kunden umgehen, hätten wir bald keine mehr», ärgert sich Silvio A. Magagna, Finanzchef von Dätwyler. Der Urner Industriekonzern muss nächstes Jahr rund 2 Millionen Franken mehr für den gleichen Strom bezahlen und lässt sich dies nicht gefallen. Dätwyler klagt bei der Aufsichtsbehörde gegen seinen Stromlieferanten, das Elektrizitätswerk Altdorf. Das bestätigt Magagna gegenüber unserer Zeitung.

Dätwyler ist in guter Gesellschaft. Die frühere Viscosuisse Tochter Nexis Fiber ist auch von massiv höheren Strompreisen betroffen und will diese anfechten.

Für die Industrie geht es in die Millionen: «Eigentlich sollte die Urner Bevölkerung und Industrie den Standortvorteil mit günstigem Strom nutzen können. Dies ist mit den neuen Tarifen sicher nicht mehr der Fall», klagt Magagna.

Bei der CKW verweist man auf die freie Wahl der Stromanbieter und wartet ab, was die Aufsichtsbehörden entscheiden. Der System-Wechsel führe zu Mehrkosten von 70 Millionen Franken, wobei die CKW damit keinen Rappen damit verdiene.

bar/SW

Den ausführlichen Artikel zu diesem Thema lesen Sie in der Neuen Luzerner Zeitung vom 29. November.