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AUSBILDUNG: Erstabschlüsse: Uri belegt absoluten Spitzenplatz

Der Kanton Uri hat hinter Appenzell Innerrhoden die beste Quote, was den Abschluss der Ausbildungen auf Sekundarstufe II betrifft. Beat Jörg lobt die gute Arbeit, rät aber, selbstkritisch zu bleiben.
98,1 Prozent der Urner Lehrlinge und Lehrtöchter sowie Maturandinnen und Maturanden schliessen ihre aufgenommene Ausbildung schliesslich auch erfolgreich ab. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 29. Juni 2017))

98,1 Prozent der Urner Lehrlinge und Lehrtöchter sowie Maturandinnen und Maturanden schliessen ihre aufgenommene Ausbildung schliesslich auch erfolgreich ab. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 29. Juni 2017))

Markus Zwyssig

markus.zwyssig@urnerzeitung.ch

Jugendliche, die im Kanton Uri eine Lehre beginnen, die Matura oder eine Fachmittelschule in Angriff nehmen, schliessen ihre Ausbildung in den meisten Fällen auch ab. Uri nimmt bei den Erstabschlüssen der Ausbildungen auf Sekundarstufe II einen Spitzenplatz ein. Mit 98,1 Prozent erreicht Uri dieselbe Quote wie Nidwalden. Einzig Appenzell Innerrhoden liegt mit 98,6 Prozent leicht höher. Das geht aus den neuen Zahlen des Bundesamts für Statistik hervor.

Gesamtschweizerisch liegt die Abschlussquote bei 90,9 Prozent. Der Kanton Uri übertrifft das von Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt definierte Ziel, wonach mindestens 95 Prozent aller 25-Jährigen über einen Erstabschluss auf Sekundarstufe II verfügen sollen.

Vier von fünf Schülern machen eine Lehre

Die Quote der Erstabschlüsse auf der Sekundarstufe II misst den Anteil der Jugendlichen, die nach dem Ende der obligatorischen Schule bis zum 25. Altersjahr einen Erstabschluss auf der Sekundarstufe II absolviert haben. Erreicht werden kann dies entweder über den Abschluss einer beruflichen Grundbildung (eidgenössisches Fähigkeitszeugnis EFZ oder eidgenössisches Berufsattest EBA) oder einen Abschluss in Allgemeinbildung (gymnasiale Maturität, Fachmittelschule oder internationale Schule). In Uri gehen 81,4 Prozentpunkte der Abschlüsse auf das Konto der beruflichen Grundbildung; 16,6 Prozentpunkte entfallen auf die Allgemeinbildung.

Bildungsdirektor Beat Jörg ist sehr erfreut über den Spitzenplatz des Kantons Uri. «Das zeigt, dass wir grundsätzlich eine richtige Übertrittspraxis pflegen.» Das betreffe sowohl den Wechsel von der Primarschule in die ­Sekundarstufe I als auch von der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II. «Der Spitzenplatz zeigt, dass es sich lohnt, Geld und Zeit für die Vorbereitung der Berufswahl und die Begleitung während der Ausbildungszeit zu investieren.» Mit Blick auf die Abschlüsse in der gymnasialen Matura lobt Jörg die kantonale Mittelschule; mit Blick auf die Abschlüsse in der beruflichen Grundbildung freut er sich über die gute Arbeit der Lehrer auf der Oberstufe bei der Berufswahlvorbereitung und das Engagement der Urner Wirtschaft während der Lehrzeit. «Im Kanton Uri wird in all diesen Bereichen seit Jahren konstant sehr gute Arbeit geleistet.» Als positives Beispiel erwähnt er die Berufsinformationstage, welche in Uri seit vielen Jahren für Jugendliche auf der Oberstufe angeboten werden.

Der Kanton Uri ist von seiner Grösse her überschaubar. Dasselbe gilt auch für Appenzell Innerrhoden und Nidwalden. Beat Jörg sieht aber noch weitere Faktoren, die sich positiv auswirken. So lobt er das gute Klima, das in den Urner Betrieben herrsche. Das stelle er bei Besuchen immer wieder fest. «Die einzelnen Firmen schaffen ein Umfeld, das Erfolg bringt», gibt sich der Bildungsdirektor überzeugt. «Sie unterstützen die Lehrlinge während der Ausbildung.» Davon würden insbesondere auch schulisch schwächere Jugendliche profitieren. «Wer Schwierigkeiten hat, wird im Betrieb speziell gefördert. Das ermöglicht auch ihnen, sich das nötige Rüstzeug zu holen, um den Abschluss zu schaffen.» Da werde es für alle einfacher, auch einmal einen zusätzlichen Effort zu leisten. «Die Einsatzbereitschaft jedes Einzelnen ist entsprechend hoch.»

Urner Handwerker auch in Nachbarkantonen beliebt

Der Urner Handwerker gelte als enorm zuverlässig und liefere stets gute Qualität. «Wenn ich mich in den Nachbarkantonen umhöre, merke ich, dass die Unternehmer immer sehr glücklich sind, Urner ins Team zu holen», so Jörg.

Der Bildungsdirektor betont aber auch, dass man nun nicht stehenbleiben dürfe. «Es ist wichtig, die Vorbereitung auf die Berufswahl und die Lehrzeit weiterhin gut zu begleiten.» Dabei müssten Schule und Wirtschaft weiterhin eine selbstkritische Art an den Tag legen. «Die Vorbereitungen auf die Berufswelt und die Ausbildung selber müssen immer wieder hinterfragt und wo nötig müssen Anpassungen vorgenommen werden.»

Beat Jörg ist überzeugt, dass in Uri alle Voraussetzungen vorhanden sind, dass das bewährte Zusammenspiel zwischen Schule und Wirtschaft auch weiterhin bestens funktioniert.

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