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Auto AG Uri setzt drei Hybrid-Busse ein

Im regionalen Linienverkehr sind ab Dezember 2018 Hybrid-Busse im Einsatz. Der Treibstoffverbrauch kann um 8 bis 10 Prozent reduziert werden.
Neu kommen Hybrid-Busse im Kanton Uri zum Einsatz (Bild: PD)

Neu kommen Hybrid-Busse im Kanton Uri zum Einsatz (Bild: PD)

Die drei Fahrzeuge entsprechen dem seit bald 20 Jahren bestehenden Mercedes Citaro-Konzept. Mit einem Hubraum von 7,7 Litern ist der Dieselmotor bei diesem Busmodell jedoch rund 30 Prozent kleiner gebaut. «Das Spannende an diesem Busmodell ist das höchst ausgeklügelte Aufladesystem», schreibt die Auto AG Uri in einer Mitteilung. Mit diesem könne der Hubraumverlust kompensiert werden und eigne sich für die topografischen Verhältnisse in Uri bestens, heisst es in der Mitteilung. Zwei der drei Fahrzeuge sind bereits im Einsatz, ein weiteres ist ab nächster Woche einsatzbereit.

«Wir sind sehr interessiert daran, neue Antriebsanlagen für Busse zu testen», erläutert Thomas Aschwanden, Abteilungsleiter öffentlicher Verkehr, Kanton Uri. Es lohne sich, in moderne Systeme zu investieren und diese im Linienverkehr zu testen. «Mit dieser intelligenten Technik kann der Treibstoff-Verbrauch um 8 bis 10 Prozent reduziert werden, was einer jährlichen Emissionseinsparung von rund 4000 Kilogramm CO2 pro Fahrzeug entspricht», ergänzt Michael Roost, Vorsitzender der Geschäftsleitung.

Für die Chauffeure ändert sich nichts

Für das Fahrpersonal ist die Bedienung identisch zu derjenigen herkömmlicher Diesel-Busse, schreibt die Auto AG Uri. Beim Verzögern des Fahrzeugs mit der Dauer- oder der Betriebsbremse funktioniert das im automatischen Getriebe integrierte Elektro-Modul als Generator und produziert elektrische Energie. Diese wird im Kondensator auf dem Dach zwischengespeichert. Beim Beschleunigen – zum Beispiel bei der Wegfahrt aus der Haltestelle – bezieht das nun als E-Motor funktionierende Elektro-Modul wirkungsvoll Energie und unterstützt den Dieselmotor. Den benötigten Strom liefert der Kondensator auf dem Dach des Busses.

Konventionelle Hybrid-Busse, wie sie bei anderen Verkehrsbetrieben in der Schweiz im Einsatz sind, schleppen meist tonnenschwere Batterie-Pakete mit und arbeiten mit hoher Spannung. Um den Spareffekt möglichst zu optimieren und Gewicht zu minimieren, werden in der Regel wesentlich kleinere Verbrennungsmotoren verbaut. Auf die topografischen Verhältnisse des Urner Liniennetzes bezogen, bedeutet dies, dass bei der Bergfahrt nach Göschenen die Batterien spätestens in Gurtnellen leer wären und der kleine Dieselmotor den schweren Hybrid-Bus nach Göschenen «quälen» müsste – eine untragbare Situation. Aus diesem Grund habe die Auto AG Uri die leistungsfähigste Variante gewählt.

Mehrkosten können kompensiert werden

Der neue Compact-Hybrid von Mercedes arbeitet mit vergleichsweise niedrigen 48 Volt, führt keine Speicher-Batterien mit und ist nur unwesentlich schwerer als ein reiner Dieselbus. Der Bus funktioniert auch bei einem allfälligen Systemausfall der Elektrokomponenten anstandslos. Die Mehrkosten der Busse können bereits nach sechs Jahren kompensiert werden. (pz)

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