Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

VCS-Sektion thematisiert autofreies Wohnen in Uri

Die Sektion Uri hat an der Mitgliederversammlung das Thema «autofrei/autoarm wohnen» behandelt. Der Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt.
Autofreie Siedlung in Oberfeld in Ostermundigen. (Bild: PD)

Autofreie Siedlung in Oberfeld in Ostermundigen. (Bild: PD)

(pd/jb) 2014 wurde mit Unterstützung des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation die «Plattform autofrei/autoarm wohnen» (Pawo) gegründet. Pawo wird von der Städtekonferenz Mobilität, dem VCS und dem Verein Fussverkehr Schweiz getragen.

An der Mitgliederversammlung des VCS Uri vom Donnerstag, 16. Mai, informierte der Umweltnaturwissenschafter und Pawo-Projektleiter Samuel Bernhard: «Immer mehr Haushalte, vor allem in grösseren Orten, verzichten auf ein eigenes Auto.» Deshalb würden in immer mehr Orten Wohnsiedlungen gebaut, durch die keine Autos fahren und in welchen die Bewohner sich verpflichten, auf ein eigenes Auto zu verzichten. Dafür stehe mehr Abstellplatz für Velos und Veloanhänger zur Verfügung.

In Uri sind Siedlungen ohne Parkplatz verboten

Viele Siedlungen bieten den Bewohnern zusätzlich Transportvelos und Mobility-Fahrzeuge sowie Gutscheine für die Nutzung des öffentlichen Verkehrs an. «Autofreie Quartiere haben für alle Beteiligten nur Vorteile», sagte Bernhard. Die Bauherrschaft profitiere von geringeren Kosten, wenn keine Park- oder Garagenplätze geschaffen werden müssen, und es entsteht mehr Platz für andere Nutzungen. Die Gemeinde profitiere vom Flächengewinn, es entsteht mehr Platz für Freiraumgestaltung, die Strassen werden entlastet. Weiter führte Bernhard aus:

«Die Bewohner schliesslich schätzen eine Wohnsituation mit weniger Lärm und Gestank und dafür mehr Sicherheit – und das alles bei reduzierten Wohnkosten.»

Der Kanton Uri gehört gemäss einer Mitteilung des VCS Uri zu den drei noch verbliebenen Kantonen, in denen grundsätzlich nicht von der Parkplatzerstellungspflicht abgewichen werden kann. Die Anzahl Pflichtparkplätze kann nach Artikel 85 des Planungs- und Baugesetzes nur ausnahmsweise reduziert werden, wenn die örtlichen Verhältnisse eine Erstellung verunmöglichen, diese finanziell unzumutbar oder aus rechtlichen Gründen unzulässig ist.

Der VCS Uri hatte im vergangenen Jahr mit zahlreichen Verkehrsprojekten wie dem Kantonsbahnhof, der West-Ost-Verbindung, der zweiten Gotthardröhre und der Axenstrasse sowie Stellungnahmen zu verschiedenen Verkehrskonzepten des Kantons eine mehr als volle Agenda.

Zudem hat der VCS Uri neben den Mobilitätskursen für Senioren und der traditionellen Velobörse erstmals auch einen Park(ing)Day durchgeführt, mit dem darauf aufmerksam gemacht wurde, dass die von Parkplätzen besetzten Flächen auch anders genutzt werden könnten.

Applaus für 20-jährigen Einsatz von Harriet Kluge

Der fünfköpfige Vorstand, bestehend aus Kurt Döbelin, Peter Enderli, Thomas Flück, Raphael Walker und Alf Arnold, wurde an der Generalversammlung einstimmig wiedergewählt. Seit genau 20 Jahren im Dienste des VCS Uri ist Geschäftsleiterin Harriet Kluge. Sie hat mit einem Mini-Pensum die grossen Themen der vergangenen Jahrzehnte, die Begleitung der Bauprojekte Neat und Tourismusresort Andermatt neben vielen aktuellen Geschäften und Volksabstimmungen bewältigt. Ihre engagierte Arbeit wurde von den Anwesenden mit grossem Applaus verdankt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.